Ciena bleibt im roten Bereich
Der NetzwerkausrĂĽster hat im zweiten Quartal wegen hoher Sonderbelastungen fĂĽr Restrukturierungen sowie Wertberichtigungen hohe Verluste verbucht.
Netzwerkausrüster Ciena schafft es nicht aus den roten Zahlen -- im Gegenteil: Das US-amerikanische Unternehmen hat im zweiten Quartal und in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 wegen hoher Sonderbelastungen für Restrukturierungen sowie Wertberichtigungen hohe Verluste verbucht. Der Verlust des Anbieters von optischen Netzwerkprodukten erreichte in dem am 30. April beendeten Quartal 612,2 Millionen US-Dollar (665 Millionen Euro) oder 1,86 Dollar je Aktie gegenüber einem Minus von 50,7 Millionen Dollar oder 17 US-Cents je Aktie vor einem Jahr. Der Quartalsumsatz brach auf nur noch 87,1 Millionen US-Dollar ein. Im Vorjahresquartal waren es noch 425,4 Millionen US-Dollar.
Ciena hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres nur noch 249,2 Millionen US-Dollar gegenüber 777,4 Millionen US-Dollar im Jahr 2001 umgesetzt. Dabei fiel ein Verlust von 682,7 Millionen US-Dollar an. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte Ciena noch 2,6 Millionen US-Dollar in schwarzen Zahlen schreiben. Das Unternehmen litt wie alle Anbieter von Netzwerkprodukten für die Telekommunikationsfirmen unter den enormen Branchenproblemen. Im März kündigte das Unternehmen die Entlassung von 650 Mitarbeitern oder 20 Prozent der Belegschaft an. (anw)