Sprachtechnologie-Hersteller grĂĽnden Verband

Der Verband will die Akzeptanz natürlichsprachlicher Anwendungen per PC und Handy fördern und einheitliche Standards schaffen.

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Unter der Federführung von Clarity und IBM Deutschland haben sich Anbieter von Sprachtechnologie-Produkten zum Verband "Voice Applications Standards Committee e. V." (CASCom) zusammengeschlossen. Der Verband will die Akzeptanz natürlichsprachlicher Anwendungen per PC und Handy fördern.

VASCom sieht ein enormes wirtschaftliches Potenzial für Sprachportale, das sogar das von E-Business übertrifft. So sagt eine Studie von Forrester Research ein Marktvolumen von 450 Milliarden Euro schon für das nächste Jahr voraus. Wie der Clarity-Gründer und VASCom-Vorsitzende Christoph Pfeiffer ausführte, hätte hierzulande nur die Hälfte der Bevölkerung Zugang zum Internet, während schon heute 53 Millionen Menschen ein Handy besäßen. Pfeiffer ist sich sicher, dass ein Großteil der Handy-Besitzer ihr Mobiltelefon für Internet-Dienste per Sprachdialog benutzen würden.

Die Technik hält er hierfür für ausgereift: Mittlerweile existierten Server-getriebene Spracherkenner mit Wortschätzen von 10.000 oder mehr Wörtern, die sprecherunabhängig spontan gesprochene Sprache auch über schlechte Handy-Verbindungen verstünden. Der Verband will unter anderem die Standardisierung von Sprachanwendungen voranbringen, sodass für ähnliche Einsatzgebiete vergleichbare Dialogstrukturen zum Einsatz kommen. (jo)