IT-Gehaltsspiegel der IG Metall erschienen
Mit dem Ende des IT-Jobwunders sind auch die Zeiten wunderbarer Einkommenssteigerungen bei den Beschäftigten vorbei.
Mit dem Ende des IT-Jobwunders sind auch die Zeiten wunderbarer Einkommenssteigerungen bei den Beschäftigten vorbei. Das ist das Fazit des Vergleichs Entgelt in der IT-Branche, dessen vierte Auflage die IG Metall heute in Hannover vorgestellt hat.
Im Schnitt liegen die Gehaltserhöhungen nur noch im Rahmen der tariflichen Einkommenssteigerungen. Lediglich die Managementgehälter stiegen weiter, als sei nichts gewesen, heißt es im Vorwort der Erhebung. So habe sich der Siemens-Vorstand bei den Fix-Bezügen einen Aufschlag von 27,5 Prozent genehmigt. Anders sei die Situation bei den Fachkräften: Wer die Firma gewechselt hat, konnte nur noch selten sein Gehalt wesentlich aufbessern. Ausnahmen gebe es nur noch bei erfahrenen IT-Fachkräften mit besonders gefragten Spezialkenntnissen.
Ein Seniorberater oder ein Systemingenieur erhalten nach der Erhebung zum Beispiel im Mittel rund 58.000 Euro, während ein Projektingenieur im Software Engineering im Schnitt auf knapp 68.000 Euro kommt. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für Fachinformatiker liegt bei rund 33.000 Euro. Der Gehaltsanalyse liegen Daten aus dem vierten Quartal 2001 zu Grunde. Bei den Durchschnittseinkommen bestätigt die IG-Metall-Umfrage in der Tendenz die Ergebnisse des c't-Gehaltsspiegels, an dem im Januar über 9000 Leser und User von heise online mitwirkten.
Am Entgelt-Vergleich der IG Metall beteiligten sich 31 Betriebe mit annähernd 50.000 Beschäftigten. Erfasst wurden 18.000 Datensätze von Beschäftigten bei Ausrüstern, Software-Anbietern, IT-Services bis hin zu Beratungs- und Consultingunternehmen. Gleich geblieben sind die großen Gehaltsunterschiede bei vergleichbaren Tätigkeiten. Zunehmend werden Zielvereinbarungen getroffen, bei denen die Entgelte an die Leistung gekoppelt werden. (anm)