Montag: Presse-Spyware, Flut-Funk, Covid-Urlaub, Krypto-Kritik & Internet-Rekord

Pegasus gegen Journalisten + Mobilfunknetz erholt sich + Tourismus-Fiasko in Griechenland + Dogecoin-Erfinder kritisiert Kryptogeld + Internetrekord in Japan

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Frau mit Notebook am Handy

(Bild: Mr.Whiskey/Shutterstock.com)

Lesezeit: 3 Min.

Die heutigen Themen drehen sich um Spyware gegen Journalisten und die Flutkatastrophe, nach der das Mobilfunknetz im Hochwassergebiet immer noch Löcher hat. Außerdem droht Griechenland ein Tourismus-Fiasko wegen der Corona-Pandemie und der Dogecoin-Erfinder bezeichnet Kryptogeld als das "Schlechteste des Kapitalismus". Positiv beeindruckend ist dagegen die in Japan erreichte Rekordgeschwindigkeit im Internet – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Ein internationales Journalistenkonsortium hat neue Vorwürfe gegen den israelischen Überwachungssoftware-Anbieter NSO Group veröffentlicht. IT-Experten fanden demnach auf zahlreichen Smartphones von Journalisten, Menschenrechtlern, deren Familienangehörigen und Geschäftsleuten Spuren von Angriffen mit der Pegasus-Software des Unternehmens. NSO wies die Überwachungsvorwürfe am Sonntag vehement zurück.

Die Hochwassergebiete erholen sich langsam von der Flutkatastrophe und Deutschlands drei Mobilfunk-Netzbetreiber kommen beim Wiederaufbau ihres Netzes voran. Laut Telefonica (o2), Vodafone und Telekom seien von den betroffenen Stationen die Meisten wieder in Betrieb. Nach der Hochwasser-Katastrophe schließen sich die Löcher im Mobilfunknetz langsam dank Reichweitenerhöhung und mobiler Einheiten.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob das Land dagegen gewappnet ist, denn Wissenschaftlern zufolge könnten starke Regenfälle mit verheerenden Folgen in Zukunft häufiger werden. Die Extremwetterphänomene hängen auch mit dem Klimawandel zusammen, sind sie überzeugt. Bei einer weiteren Erderwärmung müssen wir mit noch viel heftigeren Extremwetterereignissen rechnen, aber wie gut ist Deutschland auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet?

Weder gut vorbereitet noch angemessen reagiert hat Griechenland auf die vierte Welle der Corona-Pandemie. Neue, strenge an einen harten Lockdown erinnernde Maßnahmen stehen im Raum, obwohl die Politik den Ausdruck Lockdown nicht aussprechen mag. Ständig geänderte Maßnahmen führen zum Chaos: Touristen sind verunsichert, Quarantänehotels vollkommen ausgebucht, Tourismusunternehmen stehen vor dem Ruin – das Tourismus-Fiasko in Griechenland.

Kryptogeld ist kein Fiasko, aber jetzt hat Dogecoin-Miterfinder Jackson Palmer zur Generalabrechnung mit der aktuellen Kryptowelt ausgeholt. Nach Jahren der Beobachtung komme er zum Schluss, dass Kryptogeld eine rechtsgerichtete, hyperkapitalistische Technologie sei, die Steuervermeidung, geringe Behördenaufsicht und künstliche Knappheit kombiniere, um ihre Vertreter zu bereichern. Laut Dogecoin-Erfinder steckt in Kryptogeld das "Schlechteste des Kapitalismus".

Während Kryptogeld nicht immer teurer wird, wird die Internetgeschwindigkeit konstant erhöht. Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben jetzt den Weltrekord deutlich gebrochen und eine maximale Datenübertragungsrate von 319 Terabit pro Sekunde (Tb/s) erreicht. Die neue Höchstleistung haben sie demnach auf einer Glasfaserstrecke von über 3000 Kilometern Länge in Echtzeit aufgestellt. Das Transferverfahren soll prinzipiell kompatibel mit der gängigen Glasfaserinfrastruktur sein, sodass die von japanischen Forschern erreichte Rekordgeschwindigkeit im Internet nicht nur reine Theorie zu sein scheint.

Auch noch wichtig:

(fds)