Union: Regierung hat kein Konzept gegen Fachkräftemangel
Die Union hat der Bundesregierung Konzeptlosigkeit angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland vorgeworfen.
Die Union hat der Bundesregierung Konzeptlosigkeit angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland vorgeworfen. Die hohe Arbeitslosigkeit unter Ingenieuren und Naturwissenschaftlern bei gleichzeitig 75.000 unbesetzten Stellen allein im IT-Bereich bedeute eine "Verschleuderung von Humankapital", sagte der CDU-Abgeordnete Norbert Hauser am Donnerstag im Bundestag. Die rot-grüne Koalition setze nur auf "Ersatzlösungen" wie ein neues Zuwanderungsrecht. Die Bundesregierung wies die Vorwürfe zurück.
Kanzleramtsminister Hans Martin Bury (SPD) betonte, mit einer gesteuerten Zuwanderung ließen sich Wachstumspotenziale erschließen. Die "besten Köpfe" müssten dafür gewonnen werden, ihre Ideen in Deutschland zu verwirklichen und so zukunftsträchtige Arbeitsplätze zu schaffen. Mit der Green Card für IT-Spezialisten sei das sehr gut gelungen. "Jeder Inhaber einer Green Card hat im Schnitt zwei bis drei zusätzliche Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen."
Bury sagte, im internationalen Vergleich nehme die Bundesrepublik eine herausragende Rolle bei der Nutzung neuer Technologien ein. In Deutschland gebe es 56 Millionen Mobilfunknutzer und 30,8 Millionen Internetzugänge. Die Domain ".de" sei weltweit das am meisten verbreitete Länderkürzel. Zwei Drittel der deutschen Betriebe verfügten über eine Webseite. "Wir sind nicht mehr das Deutschland in den Zeiten der Kohl-Ära, das drohte, den Anschluss zu verpassen", sagte Bury. (dpa) / (wst)