Kontraststarke OLED-Displays: DisplayHDR True Black 600 als höchste Einstufung

Besonders helle OLED-Displays mit einer Spitzenhelligkeit von 600 cd/m² bekommen die Einstufung DisplayHDR True Black 600.

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(Bild: Asus)

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Die Video Electronics Standards Association (VESA) erweitert den für OLED-Panels gedachten Bildschirmstandard DisplayHDR True Black um eine neue Einstufung: DisplayHDR True Black 600. Namensgebend ist die erforderliche Spitzenhelligkeit von 600 Candela pro Quadratmeter (cd/m²), die allerdings nur in der Bildschirmmitte (10 Prozent der Gesamtoberfläche) erreicht werden muss. Das bisherige Maximum lag da bei 500 cd/m² (DisplayHDR True Black 500).

Displays, die der 600er-Einstufung entsprechen, leuchten aber auch großflächig über längeren Zeitraum heller. Sie müssen dauerhaft 350 statt 300 cd/m² schaffen und diesen Wert auch im Bruchteil einer Sekunde erreichen, etwa für hübsche HDR-Bilder bei hellen Explosionen in Filmen beziehungsweise 3D-Spielen. In den Ecken müssen kurzfristig 450 statt 375 cd/m² drin sein.

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An den restlichen Vorgaben ändert sich nichts: Organische LEDs kommen bei der Einstufung nach DisplayHDR True Black 600 weiterhin auf 0,0005 cd/m² oder niedriger, wenn sie Schwarz darstellen. Daraus ergeben sich die für OLED-Technik typisch hohen Kontraste von 1.000.000:1 und mehr. Den DCI-P3-Farbraum müssen entsprechende Panels mindestens zu 90 Prozent abdecken, den kleineren Farbraum BT.709 zu 99 Prozent.

Vorgaben fĂĽr alle DisplayHDR-Einstufen. True Black 600 (rechte Spalte) kommt neu hinzu.

(Bild: VESA)

Asus hat jüngst die ersten drei Notebooks angekündigt, deren OLED-Displays die Vorgaben für DisplayHDR True Black 600 erfüllen: das Vivobook Pro 14, Vivobook Pro 14X und das Vivobook Pro 15. In deren Datenblättern vermerkt Asus zwar nur eine Helligkeit von 400 cd/m², bezieht sich dabei jedoch auf den dauerhaft erreichbaren Wert. Kurzfristig sollen die Displays die geforderten 600 cd/m² schaffen.

Die Panels stammen derweil aus Samsungs neuester OLED-Generation, die heller leuchten können als bisherige Modelle. Notebook-Hersteller bringen die Displays auch in günstigere Modelle, Asus etwa ab 800 Euro.

(mma)