Freitag: Facebook-Brille, UN-Hacker, Menstruations-App, IPv4-Eskalation & iPhone
Ray-Ban Stories ohne AR + Hacker im UN-Netzwerk + Sammelklage gegen Menstruations-App + IPv4-Adressverleih bedroht Vergabestelle + Leaks zu iPhone 13 und 14
(Bild: Primakov/Shutterstock.com)
Hacker attackieren offenbar nicht nur Großunternehmen, um von diesen Geld zu erpressen, sondern sind auch in das Netzwerk der Vereinten Nationen eingedrungen. Was genau sie dort suchen und warum sie die UN angreifen, ist unklar. Da wäre es interessanter, eine smarte Brille wie die neue "Ray-Ban Stories" von Facebook zu hacken. Schließlich könnte man damit möglicherweise kompromittierende Bilder oder Videos abgreifen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Facebook hat eine smarte Brille vorgestellt, mit der man Fotos und Videos aufnehmen kann. Mit der "Ray-Ban Stories" könne man auch Anrufe entgegennehmen oder Podcasts hören, da in den Brillenbügeln zwei Lautsprecher eingebaut seien. Anders als die gescheiterten Google Glasses verfügt die Ray-Ban-Brille von Facebook nicht über einen Monitor, sodass die von Facebook mit Ray-Ban entwickelte smarte Brille Augmented Reality nicht unterstützt.
Eine solche Brille haben die Hacker nicht benötigt, die sich Zugang zu Computersystemen der Vereinten Nationen verschafft haben. Ein UN-Sprecher bestätigte die Cyberattacke, sagte aber nicht, in welchem Umfang Daten gestohlen werden konnten. Nach Angaben von Sicherheitsexperten wurden die Zugangsdaten zum UN-Netzwerk im Darknet erworben, mit denen die Hacker in Computersysteme der Vereinten Nationen eingedrungen seien.
Sicherheit und Datenschutz sind auch Themen der bei Menstruierenden beliebten App Flo, denn der Anbieter soll Datenkonzernen Gesundheitsdaten verraten haben. Flo berechnet Menstruations- und Eisprungtermine. Die App hatte versprochen, alle eingegebenen Daten zu schützen. Nun verlangen sieben Betroffene Schadensersatz von Flo und den Datenempfängern Google, Facebook, AppsFlyer und Flurry im Rahmen einer Sammelklage gegen die Menstruations-App wegen Datenschacher.
Datenbestände wachsen rasant und das gilt auch für IP-Adressen, sodass der IPv4-Adressraum bereits seit Jahren erschöpft ist. Ein recht neues Geschäftsmodell ist deshalb der IPv4-Adressverleih, bei dem nicht ge- oder verkauft, sondern gemietet wird. Nun ist die IP-Adressvergabestelle AfriNIC, die Nutzer in Afrika mit IPv6- und IPv4-Adressen versorgt, wegen eines Streits ums knappe Gut vom Bankrott bedroht: Eskalation im Streit um IPv4-Adressverleih.
Nicht leihen, sondern kaufen sollen Handynutzer die neuen iPhones, die am 14. September, also am kommenden Dienstag, von Apple vorgestellt werden. Kurz vor der iPhone-Keynote 2021 haben bekannte Leaker nun neue Informationen publiziert – nicht nur zum für 2021 geplanten "iPhone 13" in seinen vermutlich vier Varianten, sondern auch bereits zum "iPhone 14" für 2022, das deutliche Änderungen bringen könnte: Detailinfos zum "iPhone 14" – und Letzte-Minute-Leaks zum "iPhone 13".
Der heutige 10. September ist Welttag der Suizidprävention. Wichtig ist, Suizidabsichten ernst zu nehmen und sie verständnisvoll – nicht wertend – anzusprechen. Bei akuter Suizidgefahr rufen Sie bitte 112! Darüber hinaus gibt es in Deutschland mehr als 400 Hilfsangebote für Suizidprophylaxe, darunter die Telefonseelsorge unter Tel. 116 123 und die Nummer gegen Kummer 116 111 für Kinder und Jugendliche sowie 0800-1110550 für Eltern.
In Ă–sterreich ist die Telefonseelsorge per Chat und E-Mail sowie telefonisch unter 142 erreichbar; speziell fĂĽr Kinder und Jugendliche ist Rat auf Draht unter Tel. 147 da. Zudem gibt es in jedem Bundesland regionale Angebote, beispielsweise in Wien den psychosozialen Dienst unter Tel. 01-31130 (0-24h). In der Schweiz hilft unter anderem die Dargebotene Hand per E-Mail, Chat sowie telefonisch unter Tel. 143.
Auch noch wichtig:
- Sogenannte luzide Träume erlauben den Menschen, Träume bewusst wahrzunehmen. Neue Erkenntnisse der Schlafforschung darüber haben Auswirkungen auf die Hirnforschung: Wie das Klarträumen für jeden Menschen möglich ist.
- Wartungsarbeiten sorgen für Störungen im Kabelnetz von Vodafone. Am Donnerstag und Freitag sollen sie in bestimmten Regionen auftreten können: die Störungen bei Vodafone durch Wartungsarbeiten im Kabelnetz halten an.
- Microsoft verlängert Heimarbeit auf unbestimmte Zeit. Die geplante Rückkehr der US-Belegschaft in die Büros ist angesichts grassierender Coronaviren abgesagt.
(fds)