Dresdner Hersteller von 3D-Displays insolvent
Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Dresden 3D GmbH am 10. April Insolvenz angemeldet.
Wie erst jetzt bekannt wurde hat die Dresden 3D GmbH am 10. April Insolvenz angemeldet. Die Hersteller von autostereoskopischen Displays hatten laut Sächsischer Zeitung eine "vorübergehende Finanzierungslücke" von 200.000 Euro. Gegenüber der Zeitung gab sich Verkaufsleiter Ulrich Lindner optimistisch und erklärte, man werde mit Kapitaleignern einen Weg finden, "um den Fortbestand zu sichern." Der vorläufige Insolvenzverwalter erklärte allerdings gegenüber der Zeitung, es sei "sehr schwer", den Betrieb am Leben zu erhalten. Aktuelle Details zum Stand der Dinge waren von dem hoch dekorierten Start-Up-Unternehmen nicht zu erfahren.
Die 2000 gegründete GmbH war erst im Herbst mit dem europäischen IST-Preis für die "beste europäische Neuentwicklung" ausgezeichnet worden. Das Dresdner 3D-Display D4D nutzt einen herkömmlichen 18-Zoll-Flachbildschirm mit einer Auflösung von 1280 × 1024 Bildpunkten und projiziert mittels eines Prismengitters zwei unterschiedliche Bilder gezielt in das linke und das rechte Auge. Das System ist für einen Betrachter ausgelegt. Ein Trackingsystem (Headfinder) erfasst und verfolgt die Augenposition 25-mal pro Sekunde innerhalb eines Winkelbereichs von ±25 Grad -- eine spezielle Software führt das Display entsprechend der Kopfbewegung des Betrachters nach. Die Displays werden bisher allerdings nur in kleinen Stückzahlen für industrielle und wissenschaftliche Anwender mit großem Geldbeutel gefertigt. (wst)