Grünen-Chefin eröffnet virtuellen Parteitag der Nord-Grünen

Die Grünen wollten das Internet als "Pioniere in der E-Demokratie" nutzen, sagte der schleswig-holsteinische Landesvorstandssprecher.

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  • dpa

Grünen-Chefin Claudia Roth hat am Sonnabendnachmittag in Berlin einen virtuellen Parteitag der schleswig-holsteinischen Grünen eröffnet. Die Grünen wollten das Internet als "Pioniere in der E-Demokratie" nutzen, sagte der schleswig-holsteinische Landesvorstandssprecher Björn Pistol der dpa am Rande des Grünen-Parteitags in Berlin. Zwar hatten die Grünen in Baden-Württemberg bereits einen Internet-Parteitag absolviert, allerdings nur für Delegierte. Der neue Parteitag solle ein "Grüner Parteitag für alle Menschen sein", erklärte Pistol.

Unter www.gruener-parteitag.de haben sich nach Angaben Pistols seit vergangenem Sonnabend bereits 350 Interessenten -- darunter mehr als 200 Nicht-Parteimitglieder -- mit ihrer E-Mail-Adresse angemeldet, um an Antragsberatungen teilzunehmen oder bei Abstimmungen dabei zu sein. "Die Partei kann sich durch das Internet weiter öffnen", sagte Pistol. "Wir erhoffen uns auch Informationen, darüber was die Menschen wirklich bewegt." Laut Pistol soll beispielsweise über Themen wie Datenschutz nach den Terroranschlägen vom 11. September, über Rechtsradikalismus oder über Umweltpolitik abgestimmt werden.

Bei den Abstimmungen wird es unterschiedliche Ergebnisse geben: So zählt der Computer beispielsweise einmal das Abstimmungsverhalten der "echten" Delegierten, zum anderen wird ein Ergebnis mit allen Abstimmungsteilnehmern, also auch den virtuellen Gästen, publiziert.In zwei Runden vom 20. bis zum 22. und vom 22. bis zum 25. März können die Teilnehmer votieren. Insgesamt soll der Internet-Parteitag bis zum 27. März geöffnet sein. Auf der Landesdelegiertenkonferenz der Nord-Grünen am 27. April in Rendsburg sollen die Ergebnisse des virtuellen Parteitags bekannt gegeben werden. (dpa) / (jk)