DVD-Master schneller und sicherer zum Presswerk
Nach dem Willen zweier US-Firmen werden sensible DVD-Master bald nicht mehr per Post, sondern via Internet verschickt.
An einer schnelleren, günstigeren und vor allem sicheren Übermittlung von DVD-Mastern arbeiten derzeit die US-amerikanischen Unternehmen Sonic Solutions und DCA Team. Wenn es nach den Willen der Firmen geht, soll die Übertragung solch sensibler Datenträger vom Hersteller zur Produktion zukünftig ausschließlich auf dem digitalen Weg abgewickelt werden.
Bisher werden sensible Master sowohl von Spielen als auch Filmen beinahe ausschließlich von Kurieren befördert, die oftmals nichts über ihre heikle Fracht wissen. Im Dunklen tappen aber auch die Firmen, wenn sie der Frage nachgehen, wie Softwarepiraten manche Spiele und Filme schon vorm Erscheinen im Handel in die Finger bekommen.
Beim neuen Verfahren werden Daten als DVD-Image auf der Festplatte als DDP-Datei (Disc Description Protocol) abgespeichert. Daraufhin überträgt DCAs Eigenentwicklung OptiSend die Daten verschlüsselt zur Empfangsstelle. Wie jedoch die bis zu neun Gigabyte umfassenden Datenpakete über High-Speed-Internetverbindungen transferiert werden können, gaben Sonic und DCA nicht bekannt.
Die neue digitale Übertragungstechnik soll jedoch nicht nur der Industrie vorbehalten sein. Sonic plant die Möglichkeit, DDP-Images zu erzeugen und verschlüsselt übers Web zu verschicken, bereits mit den kommenden Versionen der DVD-Authoring-Programme Scenarist, DVD Producer und ROM Formatter auszuliefern. Dafür muss man jedoch tief in die Tasche greifen: 17.000 Euro kostet derzeit allein Sonic Scenarist. (daa)