T-Mobile bohrt Voice-Mailbox auf

Die Voice-Mailbox des Mobilnetzbetreibers T-Mobil kann künftig die Anschlussnummer von Anrufern erfassen und bei der nächsten Abfrage vorlesen.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

Was jedes bessere ISDN-Telefon lange schon kann, hat nun auch die Voice-Mailbox des Mobilnetzbetreibers T-Mobile gelernt: Sie kann, wenn im Netz übermittelt, die Anschlussnummer von Anrufern erfassen. Vorübergehend nicht erreichbare Teilnehmer bekommen die Rufnummer bei der nächsten Abfrage ihrer Voice-Mailbox mitsamt dem Anrufzeitpunkt übermittelt, dann können sie die übermittelte Anschlussnummer zurückrufen. Das Feature hat natürlich sowohl für Netzbetreiber als auch für Handy-Nutzer Vorteile: Anrufer, die keine noch so ausgefallene Ansage dazu überreden kann, eine Nachricht aufzusprechen, bleiben nicht inkognito, sodass man sie zurückrufen kann; Netzbetreiber wiederum vermitteln auf diese Weise mehr Gesprächsminuten.

Die neue Funktion scheint T-Mobile durchdacht in das Mobilfunk-Umfeld eingebettet zu haben. Wenn das Handy die Rufnummer bereits als entgangenen Anruf auf dem Display anzeigt (bei bedingter Rufumleitung), werden die Anrufdaten nicht in der Mobilbox gespeichert. Wird von demselben Anschluss mehrmals angerufen ohne dass eine Nachricht auf dem T-Mobil-Anrufbeantworter landet, "notiert" sich das Mobilfunknetz die Rufnummer nur ein Mal -- das verbessert die Ăśbersicht bei Abfragen. Auch kann der Kunde die Funktion je nach Bedarf aus- und einschalten.

Die Rufnummernerfassung will T-Mobil ab April einführen, automatisch und kostenlos. Der direkte Rückruf per Knopfdruck, noch während man mit der Mobilbox verbunden ist, wird aber erst ab dem Sommer möglich. (dz)