Nokias erstes Digicam-Handy
Der Handy-MarktfĂĽhrer Nokia bringt dieser Tage mit dem Modell 7650 sein erstes MMS-Handy mit eingebauter Digitalkamera auf den Markt.
Der finnische Handy-MarktfĂĽhrer Nokia lanciert dieser Tage mit dem Oberklassemodell 7650 sein erstes Handy, das sich fĂĽr den modernisierten Kurznachrichtendienst Multimedia Messaging Service eignet und eine Digitalkamera integriert hat.
Vereinzelt tauchten schon vor Wochen Vorserienexemplare auf, nun beginnt aber anscheinend der offizielle Verkauf. Als einer der ersten Anbieter meldet das Münchener Unternehmen Eteleon -- etwas marktschreierisch --, das Gerät ab Lager liefern zu können. Im Nokia-Shop ist das Gerät zwar inzwischen mit einem Preis von rund 700 Euro aufgeführt, bestellen kann man es auf der Web-Seite bisher aber nicht; ein Klick auf den Bestellknopf liefert nur den irreführenden Hinweis, das Gerät sei zurzeit ausverkauft. Eteleon verlangt für das Gerät rund 680 Euro, bei Abschluss eines T-Mobil-Vertrags 333 Euro.
Das 7650 hat eine Digitalkamera, die Farbbilder mit VGA-Auflösung liefert (640 x 480 Pixel); es unterstützt den neuen Kurznachrichtenstandard MMS, sodass man die taufrischen Digitalfotos ins Internet oder andere Nutzer von MMS-Handys versenden kann. Das eingebaute Farb-Display stellt allerdings nur 176 x 208 Pixel dar.
Zu den weiteren Merkmalen des mit rund 160 Gramm etwas gewichtigen Digicam-Handys gehört eine Freisprecheinrichtung mit sprachgesteuerter Wählfunktion, dazu WAP, E-Mail und auch eine MIDP-Java-Unterstützung. Ein 750-mAh-Li-Ion-Akku soll laut Hersteller eine Sprechzeit von maximal vier Stunden und eine Bereitschaftszeit von bis zu zehn Tagen liefern.
Mobile Surfer können im Datenfunkbereich neben den in dieser Klasse üblichen schnellen Surf-Diensten HSCSD und GPRS auch die Kurzstreckenfunktechnik Bluetooth erwarten, mit der sich das Handy drahtlos an Notebooks koppeln lässt. Beim Blick auf die gebotenen Bluetooth-Profile fällt auf, dass das Gerät nicht nur die Handy-üblichen mitbringt -- seriell, DFÜ-Netzwerk oder Fax --, sondern auch das File Transfer Profil. Letzteres ist für ein Handy ungewöhnlich, man findet es bei Bluetooth-Lösungen für PCs und Notebooks, um damit mal eben Dateien zwischen zwei Rechnern zu übertragen. Im Zusammenhang mit den Funktionen einer Digitalkamera wird natürlich File Transfer auch im Handy interessant -- wie sollte man sonst die Strand-Foto-Serie ins Notebook kriegen, um sie zu archivieren oder per E-Mail Eindruck bei den Daheimgebliebenen zu schinden? (dz)