T-Mobile steigt ins WLAN-Geschäft ein
Die Mobilfunktochter der Telekom will als Ergänzung zu GPRS und UMTS ins Geschäft mit öffentlich zugänglichen Funk-LANs im 5-GHz-Band einsteigen.
T-Mobile, die Mobilfunktochter der Telekom, will ins Geschäft mit öffentlich zugänglichen Funk-LANs einsteigen. Bis zum Jahresende wollen die Mobilfunker so genannte Hot-Spots einrichten, und zwar, so heißt es bei T-Mobile, bereits auf Basis der WLAN-Technik im 5-GHz-Band. Die Regulierungsbehörde hatte gerade erst den Entwurf zur Freigabe der entsprechenden Frequenzen vorgestellt, was T-Mobile zum Anlass für die Ankündigung entsprechender Pläne nahm.
Die Telekom-Mobilfunker verstehen ihr künftiges Angebot nach eigener Aussage als Ergänzung zum Handy-Datendienst GPRS und dem späteren eigenen UMTS-Netz. WLAN-HotSpots von T-Mobile soll es an Flughäfen, Hotels und ausgewählten Konferenzzentren geben; über technische Details oder Näheres zu den Gebühren ließ man sich bisher allerdings noch nicht aus. Bislang hat T-Mobile nach eigenen Angaben erste Erfahrungen in Testnetzen am Firmensitz Bonn gesammelt.
Auch die US-Tochter VoiceStream der Telekom bietet bereits öffentliche WLANs an. Die Kosten in den USA liegen beispielsweise bei 29,99 US-Dollar pro Monat in einem bestimmten Ballungsgebiet für zeitlich unbegrenzten Zugang bei einem maximalen Datenvolumen von 500 MByte; es lassen sich aber auch Tarife buchen, bei denen etwa in einem Monatspreis von 2,99 US-Dollar 15 Freiminuten enthalten sind, während jede darüber hinausgehende Minute 0,25 US-Dollar kostet. VoiceStream arbeitet aber noch mit dem Standard 802.11b, der Brutto-Datenraten von 11 MBit/s im 2,4-GHz-Band liefert.WLANs im 5-GHz-Band können eine Brutto-Datenrate von bis zu 54 MBit/s erreichen; in welchen Frequenzbereichen (5150 MHz bis 5350 MHz und 5470 MHz bis 5725 MHz sind von der Regulierungsbehörde vorgesehen) und mit welchen Datenraten die Telekom arbeiten will, ist bislang nicht bekannt. (jk)