Heyde zieht sich vom Neuen Markt zurĂĽck

Das Software- und Beratungsunternehmen wechselt zum 1. April vom Neuen in den Geregelten Markt auf dem Frankfurter Börsenparkett.

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Das Software- und Beratungsunternehmen Heyde AG wechselt zum 1. April vom Neuen in den Geregelten Markt auf dem Frankfurter Börsenparkett. Schon ab heute befindet sich die Heyde-Aktie nicht mehr im Nemax 50. Als Begründung führt das Unternehmen an: "Im Februar hatte der Aktienkurs einen neuerlichen massiven Einbruch erlebt. Damit hat der Kapitalmarkt auf die Kommunikation unserer vorläufigen Zahlen 2001 und auf die Meldung zum Rücktritt von Dirk Wittenborg reagiert." Bereits im Februar 2000 hatten nach Meinung von Analysten "Managementschwächen" zu einem Gewinn- und Aktieneinbruch bei Heyde geführt.

Die Indexkommission der Deutschen Börse habe entschieden, die Heyde AG nicht mehr im Nemax 50 Index zu führen, heißt es aus dem Unternehmen. Tatsächlich habe sich Heyde bereits vor dem Kurssturz nach Marktkapitalisierung nicht mehr unter den oberen 60 befunden. Bislang habe ein gutes Handelsvolumen, mit dem Heyde auf Platz 39 gelegen hatte, eine Rückstufung verhindert. Laut den Regeln der Börse müssten aber beide Kriterien gleichzeitig erfüllt sein.

Durch den Wechsel zum Geregelten Markt spart Heyde Kosten ein. Zudem herrschten am Geregelten Markt weniger strenge Auflagen. Heyde brauche keine Designated Sponsor (Betreuer) mehr und kann bei den Publikationen und Analystenkonferenzen mit kleineren Budgets arbeiten. Einsparungen hat das Unternehmen auch nötig: Anfang März wurde bekannt, dass Heyde durch Abschreibungen rund die Hälfte seines Grundkapitals einbüßt. (anw)