Berliner Hertz-Institut wird in Fraunhofer-Gesellschaft integriert

Der um das Hertz-Institut erweiterte Verbund Mikroelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft werde künftig rund 1.500 Mitarbeiter haben.

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  • Jürgen Kuri

Das Heinrich-Hertz-Institut (HHI) für Nachrichtentechnik in Berlin wird in die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) integriert, vereinbarte das Bundesforschungsministerium am Freitag mit dem Land Berlin. "Die Bündelung der Kapazitäten beider Einrichtungen ermöglicht einen deutlich besseren Zugang zum Markt und damit zu Entwicklungsprojekten der Wirtschaft", kommentierte Forschungsministerin Edelgard Bulmahn. Die Vereinbarung sei ein wesentlicher Schritt für die Verbesserung der Forschung Deutschlands in der Informationstechnik.

Mit der Eingliederung des Hertz-Instituts in die Fraunhofer-Gesellschaft übernehme der Bund einen höheren finanziellen Anteil für das Institut, teilte Bulmahn mit. Bisher wurde der Etat des HHI von rund 15 Millionen Euro jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert. Mit zusätzlichen Mitteln werde das Ministerium in drei Schritten 90 Prozent des HHI-Etats übernehmen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in München zählt mit mehr als 50 Instituten und einem Gesamtvolumen von fast einer Milliarde Euro zur größten Organisation auf dem Gebiet der angewandten Forschung in Europa. Der um das Hertz-Institut erweiterte Verbund Mikroelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft werde künftig rund 1.500 Mitarbeiter haben. Forschungsschwerpunkte des HHI sind photonische Netze, elektronische Bildtechnik und Breitband-Mobilkommunikation. Anfang April hatte die Fraunhofer-Gesellschaft eine stolze Erfolgsbilanz vorgelegt. Manche von den Plänen der Institution Betroffene wollten in letzter Zeit allerdings nicht so recht in Begeisterung ausbrechen: Die Fusion von GMD -- Forschungszentrum Informationstechnik mit der Fraunhofer-Gesellschaft, die sich für die GMD-Mitarbeiter als Übernahme darstellte, war lange Zeit heftig umstritten. (jk)