Wundersame Chipvermehrung
Einige ATI-OEMs kĂĽnden auf der CeBIT Grafikkarten mit ATI-Chips an, die ATI gar nicht kennt.
ATI hat in der letzten Zeit viele OEMs gefunden, die Radeon-Chips auf eigenen Grafikkarten einsetzen wollen. Schon vor der CeBIT boten mehr als zehn Kartenhersteller entsprechende Produkte an, Tendenz steigend. Doch einige der in Hannover vertretenen OEMs ärgern ATI mit ihren Produktbezeichnungen, die gelegentlich sogar Grafikchips suggerieren, die ATI gar nicht produziert beziehungsweise nicht an OEMs verkauft.
Der Chiphersteller stellt deshalb klar, dass seine Partner lediglich zwei Radeon-8500-Chips auf Karten "Powered by ATI" einsetzen können: Den Radeon 8500, spezifiziert für 275 MHz Chiptakt und maximal 300 MHz (Standard 275 MHz) Speichertakt, und den Radeon 8500LE mit 250 MHz für Chip und Speicher. Insbesondere eine handverlesene "XT"-Variante für 300/300 MHz gebe es nicht. Eine solche Karte stellt zum Beispiel PowerColor in Halle 2, Stand B56 aus.
Radeon 8800 und 8700, die ATI auf den FireGL-8800/8700-Karten einsetzt, liefere ATI "definitiv nicht an andere Kartenproduzenten", betont Norbert Kuperjans von ATI Europe. Entsprechende Karten mit einem "RV250" genannten Chip, den man beim Chiphersteller noch gar nicht kenne, kündigt Colour Power unter dem Label Club 3D in seinem CeBIT-Prospekt an, der in Halle 20 auf Stand A01 erhältlich ist.
ATI weist ausdrücklich darauf hin, dass das Referenzdesign für Grafikkarten "Powered by ATI" mit den aktuellen Radeons für die genannten Takte ausgelegt ist. Das schließt nicht aus, dass OEMs mit eigenen Entwürfen höhere, weitaus häufiger allerdings nur niedrigere Taktraten stabil zum Laufen bekommen.