Leistungsfähiger Rechenknecht für digitale Videorecorder

Texas Instruments (TI) stellt mit dem DM642 einen eigens auf Videoanwendungen abgestimmten Signalprozessor vor und liefert dafür auch gleich die gängigsten Video-Codecs.

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Von
  • Herbert Schmid

Texas Instruments (TI) stellt mit dem DM642 einen eigens auf Videoanwendungen abgestimmten Signalprozessor vor und liefert dafür auch gleich die gängigsten Video-Codecs; darunter sind der für Videoanwendungen inzwischen selbstverständliche Kodieralgorithmus MPEG-4, der oft für Videokonferenzen eingesetzte H.263 sowie die Audio-Codecs für AC-3 oder MP3. Weitere Bibliotheken enthalten Codecs für VP4 von On2 Technology, RealVideo und -Audio oder Windows Media 9.

Bei 600 MHz Takt soll es der Chip schaffen, einen MPEG-2-Stream mit vollständiger Main-Profile-at-Main-Level-Qualität (MP@ML) in Echtzeit zu enkodieren oder vier Streams zu dekodieren. Zum Empfang der Videos hat der DM642 drei digitale Ports mit 16/20-Bit an Board, die sich jeweils auch als 8/10-Bit-Doppel betreiben lassen. Für die Tonausgabe sorgen acht digitale Stereoausgänge mit 192 KHz.

Zusätzlich integrierte TI einen 100-MBit-Ethernet-, einen PCI-66- (32 BIT) und einen 64-Bit-Speichercontroller für bis zu 1 GByte SDRAM. Im Herzen des Systems arbeitet ein zur C64x-DSP-Familie kompatibler Prozessorkern, der bis zu 4800 MIPS (bei 600 MHz) leisten soll und die VelociTI.2-Technik einsetzt. Sie verwendet Very-Long-Instruction-Words (VLIW) aus ein bis acht Befehlen. Dem Kern stehen je 16 KByte Level-1-Cache für Code und Daten und ein gemeinsamer 256 KByte Level-2-Cache zur Seite.

Erste Muster des Prozessors will Texas Instruments im März 2003 ausliefern; die Serienfertigung soll im Herbst anlaufen. Für die langsamere 500-Variante zielt das Unternehmen auf einen Preis von 44,95 US-Dollar bei Abnahme von 10.000 Stück. Entwickler-Boards und -Software für kompatible DSPs sind bereits jetzt verfügbar. (hes)