Autos mit IP-Adresse
Die Autos der Zukunft sind miteinander vernetzt und warnen sich gegenseitig vor Staus, Unfällen oder schlechten Wetterbedingungen.
Die Autos der Zukunft sind miteinander vernetzt und warnen sich gegenseitig vor Staus, Unfällen oder schlechten Wetterbedingungen. Solche Visionen für zukünftige Verkehrssysteme zeigen das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme und die Hochschule Magdeburg-Stendal auf der CeBIT (Halle 11, Stand A10/A14 und Stand B26).
"Interc@r -- the network vehicle": So nennen die Fraunhofer-Forscher das Arbeitsprogramm, das sie unter anderem in Projekten mit der DaimlerChrysler AG realisieren. Das Fahrzeug liefert Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen ins Internet -- wie zum Beispiel zu Geschwindigkeit des Fahrzeugs, Tankfüllung, Bremsflüssigkeit, Innen- und Außentemperatur vernüpft mit Daten etwa aus dem Navigationssystem -- und verteilt diese an andere Netzknoten, die wiederum Fahrzeuge sein können. So werden zum Beispiel Autofahrer rechtzeitig vor einem Stau, Unfall oder schlechten Wetterbedingungen gewarnt. Interc@r setzt dabei, im wahrsten Sinne des Wortes als "mobiles Endgerät", unterschiedliche Netztechnologien ein, unter anderem WLAN und GPRS, später soll auch UMTS folgen.
Während die Fraunhofer-Wissenschaftler an einem konkreten Prototypen für das vernetzte Auto der Zukunft arbeiten, haben Studenten der Fachhochschule Magdeburg-Stendal mit netcar ein Konzept für die Anwendung einer Flotille solcher Fahrzeuge im städtischen Raum erarbeitet. Die netcar-Fahrzeuge sollen -- als semi-öffentliche Autos -- auf Induktionsparkplätzen über die Stadt verteilt werden. Ein angemeldeter Benutzer kann per Internet ein solches Fahrzeug vorbestellen und wird dann per PDA zum nächsten verfügbaren netcar geleitet. Das Fahrzeug soll über ein an das zukünftige europäische Satellitennavigationsnetz Galileio angekoppeltes Navigationssystem verfügen und selbstständig die schnellste, bequemste oder attraktivste Route zum gewünschten Ziel vorschlagen. Wie bei der Fraunhofer-Lösung sollen auch die netcar-Fahrzeuge untereinander kommunizieren und sich so gegenseitig etwa vor Staus warnen. (wst)