Ländliche Gebiete wollen bei Kommunikationstechnik gleiche Chancen

Der Tübinger Regierungspräsident fordert, das flache Land dürfe bei der modernen Kommunikationstechnik nicht abgehängt werden.

vorlesen Druckansicht 87 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Bei der modernen Kommunikationstechnologie darf nach Ansicht des Tübinger Regierungspräsidenten Hubert Wicker das flache Land nicht abgehängt werden. Wicker sagte am heutigen Montag in Ravensburg bei einem Kongress der Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK): "Ein Stadt-Land-Gefälle muss vermieden werden." Die Wirtschaft, aber auch die Verwaltungen benötigten schnelle, leistungsfähige und kostengünstige Informationstechniken. So sollte beim Ausbau des Breitbandnetzes auf gewachsene Kommunikations- und Wirtschaftsräume Rücksicht genommen werden.

In Regionen mit geringerer Netzdichte sollte auf Satellitentechnik oder Übertragung per Telefonleitung, Stromkabel, Richt- oder Mobilfunk zurückgegriffen werden können. "Wirtschaft und Verbrauchern muss es generell freigestellt sein, welche Techniken sie anbieten beziehungsweise anwenden", hieß es in einem Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum, wie das Regierungspräsidium mitteilte.

Staatsminister Christoph Palmer versicherte, dass ganz Baden-Württemberg mit einer modernen und leistungsfähigen Kommunikationsinfrastruktur versorgt werden solle. Das sei eine der zentralen Aufgaben der Landesregierung. Für die zahlreichen kleinen und mittleren Betriebe biete das Internet große Chancen. Er verwies darauf, dass bereits im vergangenen Februar mit dem Ausbau des digitalen Kabelnetzes begonnen worden sei. Bis Ende 2004 sollen sich rund 3,2 Millionen Haushalte anschließen können. (dpa) (anw)