SSD-Verwaltung: Samsung Magician 7.0 bekommt besseren Benchmark

Samsungs SSD-Tool Magician 7.0 weitet den integrierten Benchmark mit neuen Einstellungsmöglichkeiten aus – auch für SSDs anderer Hersteller.

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(Bild: Samsung)

Lesezeit: 2 Min.

Samsung spendiert der eigenen SSD-Verwaltungs-Software Magician ein Update auf Version 7.0. Unabhängig vom Hersteller der verbauten SSDs bekommt man einen besseren integrierten Benchmark, der nicht mehr starren Parametern unterliegt: Man kann jetzt die zu schreibenden und lesenden Datenblockgrößen, die Anzahl der Befehle in der Warteschlange (Queue Depth) und die Anzahl der Prozessor-Threads bestimmen, die der Test beanspruchen darf. Die Thread-Anzahl beeinflusst maßgeblich die IOPS beim zufälligen Lesen und Schreiben.

In der Übersicht, dem sogenannten Dashboard, räumt Samsung auf und stellt beispielsweise nicht mehr den Fokus auf die SSD-Temperatur. Beim Laufwerkszustand gibt Magician 7.0 prominent an, wie viele Daten bereits auf eine SSD geschrieben wurden. Details erhält man im Menüpunkt SMART, darunter eine prozentuale Angabe zur Abnutzung des NAND-Flash-Speichers.

Im aufklappbaren Help Center beantwortet Samsung häufig gestellt Fragen. Weiteren Support leistet ein neuer Chatbot, der zunächst allerdings nur Englisch versteht.

Samsung Magician 7.0 mit einer SSD 970 Evo (10 Bilder)

(Bild: Mark Mantel / heise online)

Das Dashboard, die Detail-Angaben inklusive Firmware-Version und der Performance-Benchmark laufen mit x-beliebigen SSDs aller Hersteller. Die drei weiteren Reiter funktionieren ausschließlich mit Samsung-Modellen ab der 840er-Generation. Bei älteren unterstützten SSDs findet sich unter dem Punkt Performance Optimization lediglich die TRIM-Funktion, die beim Leeren von Speicherzellen hilft und immer aktiviert sein sollte. Bei neuen Modellen wie der SSD 980 Pro lassen sich in dem Reiter zudem Leistungsprofile laden, die bestimmen, wie viel elektrische Leistung die SSD aufnehmen darf.

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Nichts geändert hat sich beim Over Provisioning: Dort kann man eine Kapazität festlegen, die der SSD-Controller nicht mehr dauerhaft mit Daten beschreibt, sondern zur Organisation der Daten nutzt, etwa als Single-Level-Cells-Cache (SLC) oder zum temporären Umherschieben von Datenpaketen. Ebenfalls weiterhin dabei ist die Möglichkeit, einen USB-Stick mit einer Linux-Partition einzurichten, um einen Secure Erase durchzuführen.

Im Falle von Samsung-SSDs lassen sich ĂĽber die Magician-Software Firmware-Updates anstoĂźen, was jetzt auch mit externen Modellen der Portable-Serie funktioniert. Ist eine T7 Touch Portable angeschlossen, kann man zudem die eingespeicherten FingerabdrĂĽcke verwalten.

Samsung stellt das Tool Magician 7.0 ĂĽber die eigene Webseite bereit. Der Download ist 140 MByte groĂź.

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