Tuxedo Nano Pro: Mini-PC mit Ryzen-Achterkern-Prozessor und Linux

Im 620 ml kompakten Mini-PC Nano Pro sitzt in der schnellsten Konfiguration AMDs Ryzen 7 4800U. Zudem gibt es viele MonitoranschlĂĽsse und 2,5-Gbit/s-Ethernet.

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(Bild: Tuxedo)

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Der deutsche Anbieter Tuxedo hat den Mini-PC Nano Pro mit AMD-Innenleben vorgestellt. Mit den eingesetzten Prozessoren vom Vierkerner Ryzen 4300U bis zum Achtkerner Ryzen 7 4800U samt Simultaneous Multithreading (SMT), also 16 Threads, eignet sich der Nano Pro als kompakter Bürorechner. Die Ausmaße von 110 mm × 118 mm × 48 mm und einem Volumen von 620 ml erinnern an Intels NUCs.

AMDs 4000er-Serie stammt zwar noch aus dem Jahr 2020, ist mit der Zen-2-Architektur und 7-Nanometer-Technik aber schnell genug für gängige Büroaufgaben. Im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Mini-PCs kann man den Nano Pro mit verschiedenen Linux-Distributionen bestellen, etwa das firmeneigene Tuxedo OS 20.04 LTS oder Ubuntu 20.04 LTS. Gegen Aufpreis installiert Tuxedo auch Windows 10 mit Upgrade-Option auf Windows 11 vor.

Zwischen 8 und 64 GByte DDR4-3200-RAM muss man zwingend mitbestellen, allerdings lässt sich der Speicher dank zweier SO-DIMMs austauschen beziehungsweise erweitern. Ein M.2-Steckplatz nimmt eine SSD (PCI Express 3.0 x4, alternativ SATA 3) auf, zudem ist ein 2,5-Zoll-Schacht für einen zweiten Datenträger vorhanden. Intels AX200-Modul für Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 ist immer dabei.

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Anschlussseitig gibt es beim Nano Pro zwei Ethernet-Ports, einen mit 1 Gbit/s und einen mit 2,5 Gbit/s. Insgesamt sind fünf USB-Anschlüsse vorhanden, darunter dreimal USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s), zwei davon als Typ-C-Ports. Letztere geben auf Wunsch DisplayPort-1.2a-Signale zum Anschluss von Monitoren aus. Zusätzlich stehen je einmal HDMI 2.0 und ein Standard-DisplayPort 1.2a bereit, sodass sich vier Ultra-HD-Displays mit 60 Hertz anschließen lassen.

Die Kühlung übernimmt ein kleiner Notebook-ähnlicher Kühlkörper mit einem Radiallüfter. Ein DC-Netzteil wird wie bei Mini-PCs üblich extern angeschlossen.

Tuxedo Nano Pro (9 Bilder)

(Bild: Tuxedo)

Die Basiskonfiguration des Nano Pro mit Ryzen 3 4300U, 250 GByte groĂźer Samsung SSD 860 Evo und 8 GByte DDR4-3200-RAM ist fĂĽr 640 Euro lieferbar. Der Ryzen 7 4800U kostet 300 Euro Aufpreis. Mit einer 500 GByte groĂźen Samsung SSD 970 Evo Plus und 16 GByte RAM kommt man so auf 1040 Euro.

Wer Windows 10/11 nutzen oder selbst eine Linux-Installation vornehmen will, ist mit Mini-PCs von der Konkurrenz gĂĽnstiger bedient. ASRocks 4X4 BOX, Asus' PN50 und Gigabytes Brix etwa kosten selbst mit dem Ryzen 7 4800U weniger als 600 Euro, allerdings als Barebones ohne SSD, RAM und Betriebssystem. Mini-PCs mit Zen-3-Prozessoren wie dem Ryzen 7 5800U sind derzeit nicht verfĂĽgbar.

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