Schweizer Telecom-Grundversorgung bleibt bei Swisscom
Auch in den kommenden fünf Jahren wird die Telekommunikations-Grundversorgung in der Schweiz durch die Swisscom gewährleistet.
Auch in den kommenden fünf Jahren wird die Telekommunikations-Grundversorgung in der Schweiz durch die Swisscom gewährleistet. Swisscom Fixnet -- eine hundertprozentige Tochter von Swisscom -- hatte sich als einziges Unternehmen, wenn auch widerwillig, für den Auftrag beworben und nun von der Regulierungsbehörde Comcom den Zuschlag erhalten.
Die öffentliche Ausschreibung der Grundversorgung war insofern eine Alibiübung, als dass in der Schweiz nur ein einziges Unternehmen -- der vormalige Monopolbetrieb Swisscom -- überhaupt im Stande ist, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Hätte sich Swisscom nicht um den Auftrag beworben, wäre das Unternehmen zur Erfüllung der Grundversorgung verpflichtet worden. Für andere Telecoms machte eine Bewerbung deshalb keinen Sinn, weil Swisscom weiterhin die Hoheit über die Hausanschlüsse innehat.
Bis 2008 ist nun Swisscom Fixnet dafür verantwortlich, dass in allen Landesteilen ein Basisangebot an Telekommunikations-Dienstleistungen gewährleistet ist. Dazu gehört der analoge oder digitale Telefonanschluss, der Verzeichniseintrag, Notrufnummern, öffentliche Sprechstellen sowie Dienste für Behinderte. Obwohl der Grundversorgungsauftrag ein defizitäres Geschäft ist, habe Swisscom in ihrer Offerte keinen Anspruch auf Investitionsbeiträge für allfällige ungedeckte Kosten geltend gemacht, teilt das Bundesamt für Kommunikation mit.
Mit dem Inkrafttreten der neuen Grundversorgungsfrist am 1. Januar 2003 gibt es zudem einige Neuerungen: Die Anzahl der öffentlichen Sprechstellen wird auf Grund des wachsenden Mobilfunkbereichs reduziert, Tarifobergrenzen gibt es nur noch für nationale Gespräche, da mit dem neuen Nummernplan Lokalgespräche nicht mehr als solche zu identifizieren sind. (Nick Lüthi) / (jk)