Zahlungsmoral von Frauen beim Online-Shopping schlechter als bei Männern

Nach einer Studie ist Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls bei Frauen fast doppelt so hoch wie bei Männern.

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Von
  • Holger Dambeck

Glaubt man einer Untersuchung des E-Payment-Dienstleisters Pago, dann sind weibliche Käufer im Internet ein besonderes Risiko. Pago hatte insgesamt 15 Millionen im Auftrag von Webshops abgewickelte Transaktionen aus dem Jahr 2001 analysiert. Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls ist bei Frauen fast doppelt so hoch wie bei Männern. Auf einen männlichen kommen 1,86 weibliche Online-Shopper, die ihre bestellte Ware auch nach der zweiten Mahnung noch nicht bezahlt hatten. Das Einkaufen im Internet ist gleichwohl fest in Männerhand, die 73 Prozent aller Transaktionen tätigen.

Pago ermittelte in seiner Untersuchung eine durchschnittliche Zahlungsausfallrate von 4,5 Prozent. Geschäftsführer Rüdiger Trautmann hält diese Rate für vergleichsweise niedrig, schließlich prüfe Pago im Auftrag der Shops die Bonität der Käufer, bevor eine Bestellung angenommen werde und minimiere so das Ausfallrisiko.

Eine Online-Bonitätsprüfung, wie sie Pago praktiziert, haben auch andere Payment-Anbieter im Programm. Dabei werden Name und Adresse des Kaufwilligen online an Wirtschaftsauskunfteien, wie Bürgel, CEG oder Infoscore weitergeleitet. Die Auskunftei prüft dann, ob die Anschrift existiert und ob gegen den Betreffenden eventuell ein Inkassoverfahren läuft oder dieser einen Offenbarungseid geleistet hat. Die Prüfung selbst dauert nur wenige Sekunden. Fällt der Bonitäts-Check negativ aus, lehnt der Webshop beispielsweise eine Zahlung per Rechnung ab.

Die Pago-Untersuchung bestätigte, dass der Kauf auf Rechung (40 Prozent) und Lastschrift (31 Prozent) nach wie vor die beliebtesten Zahlarten sind. Gleichzeitig registrierte Pago hier aber die höchsten Zahlungsausfälle. Beim Rechnungskauf lagen sie bei 5,9 -- im Lastschriftverfahren sogar bei 6,4 Prozent. Im Vergleich dazu zeigte sich die Kreditkarte mit Ausfällen von 0,4 Prozent als vergleichsweise sicheres Zahlungsmedium für Shopbetreiber. (hod)