Kontroverse um Spiele-Werbung auf Grabsteinen
Kein verfrühter Aprilscherz: Die britische Tochterfirma von Acclaim möchte das neue Spiel "Shadow Man 2" mit Werbetafeln auf Grabsteinen anpreisen.
Kein verfrühter Aprilscherz: Die britische Tochterfirma des US-amerikanischen Computerspieleherstellers Acclaim möchte ihr neues Spiel "Shadow Man 2" mit Werbetafeln auf Grabsteinen anpreisen. In dem Spiel wird ein New Yorker Polizist von seinem untoten Alter Ego verfolgt. Der britische Acclaim-Sprecher nannte die Werbung auf Friedhöfen "Deadvertising". Attraktiv solle es vor allem für arme Familien sein: Die Werber übernehmen nämlich einen Teil der Begräbniskosten.
Britischen Medienberichten zufolge stößt die Reklameaktion besonders bei der Church of England auf Empörung. Die Kirche werde so etwas nicht zulassen, bereits mit den zahlreichen Plastikblumen auf den Gräbern habe der Klerus genügend Ärger. Auf Unverständnis stoßen die britischen Kollegen auch im Münchener Büro von Acclaim Deutschland: "Wir lehnen so eine Aktion ab. Die Briten sind für ihren schwarzen Humor bekannt, aber das geht zu weit", sagte ein Sprecher gegenüber heise online. (tol)