Siemens beteiligt sich an Symbian
Neben Siemens sind beispielsweise Sony Ericsson, Motorola oder Nokia an Symbian beteiligt; die Handy-Softwareschmiede will zudem mehr Entwicklern Zugang zum Source-Code geben.
Der Siemens-Konzern beteiligt sich an dem Handy-Softwarehersteller Symbian. Siemens werde fünf Prozent der Aktien im Wert von 22,8 Millionen Euro übernehmen, teilte die Mobilfunksparte IC Mobile mit. Die Sparte von Siemens war in den letzten Wochen durch nicht gerade berauschende Zahlen in die Schlagzeilen geraten, erhob aber den Anspruch, vom weiteren Wachstum des Handy-Marktes überdurchschnittlich profitieren zu wollen. Künftig werde Siemens Smartphones mit dem Betriebssystem von Symbian anbieten. Zusätzlich erhalte Siemens einen Sitz im Aufsichtsrat und werde an der Entwicklung der Technik mitwirken.
An Symbian sind Ericsson, Matsushita, Motorola, Nokia, Psion and Sony Ericsson beteiligt. Das Symbian-Betriebssystem, vormals unter dem Namen EPOC32 bekannt, wird bereits fĂĽr diverse Smartphones eingesetzt und arbeitet auch mit Intels StrongARM- beziehungsweise XScale-CPUs.
Gleichzeitig gab Symbian bekannt, dass man den Source-Code des PDA- und Handy-Betriebssystems für weitere Firmen öffnen wolle. Alle Mitglieder des so genannten "Symbian Platinum Program" sollen Zugang zu über 95 Prozent des gesamten System-Quelltextes erhalten. Bislang bekamen lediglich einzelne Handy-Hersteller diesen Einblick in die Innereien des Betriebssystems; Mitglieder des Programs sind beispielsweise Intel, ARM oder Texas Instruments sowie diverse Software- und Hardware-Entwickler. Symbian hofft damit, die Verbreitung des Symbian OS weiter zu fördern. (jk)