DGB kritisiert "Wild-West-Methoden" in Hightech-Branche
Beim Stellenabbau gingen die Firmen oft rabiat vor, meint Bayerns DGB-Chef Fritz Schösser.
Der DGB hat "Wild-West-Methoden" in der Hightech-Branche kritisiert. Beim Stellenabbau gingen die Firmen oft rabiat vor. "Allein in München muss mit bis zu 15.000 weiteren Stellenstreichungen gerechnet werden", sagte Bayerns DGB-Chef Fritz Schösser am Dienstag in München.
Die Gewerkschaften wollen als Reaktion verstärkt die Gründung von Betriebsräten bei IT-Firmen durchsetzen. Dadurch könnten Kündigungen zwar nicht verhindert werden. Mitarbeiter aus Unternehmen mit Betriebsräten könnten gegenüber nicht organisierten Kollegen in der Regel aber mit einer doppelt so hohen Abfindung rechnen.
Gerade durch überlange und familienfeindliche Arbeitszeiten seien die Beschäftigten einer enormen körperlichen und geistigen Belastung ausgesetzt, sagte Wolfgang Müller von der IG Metall. In der Flaute würden dann nach der amerikanischen "Hire and Fire"-Mentalität schnell Kündigungen ausgesprochen. (dpa) / (anw)