LinuxTag 2002: Positive Halbzeitbilanz

Sehr zufrieden sind die Veranstalter des LinuxTages mit dem Verlauf der viertägigen Free Software-Veranstaltung in Karlsruhe.

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Von
  • Daniel Riek

Sehr zufrieden sind die Veranstalter des LinuxTages mit dem Verlauf der viertägigen Free Software-Veranstaltung in Karlsruhe. Besonders positiv überrascht wurden sie von der starken Besucherresonanz auf den im Rahmen des LinuxTages stattfindenden Business- und Verwaltungskongress, so Oliver Zendel, Sprecher des Veranstalter-Teams.

Nach einer Eröffnungsrede durch die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Brigitte Zypries, stand der erste Tag ganz im Zeichen des Einsatzes von freier Software in der öffentlichen Verwaltung und freien Wirtschaft. In einer vom Bundesinnenministerium durchgeführten Vortragsreihe wurden Einsatzgebiete von GNU/Linux in der Verwaltung vom Server bis zum Desktop vorgestellt. Der Vorsitzende der IuK-Kommission des Deutschen Bundestages, Uwe Küster, erläuterte im Detail die Strategie zum Einsatz freier Software im Deutschen Bundestag.

Ein Höhepunkt des freien Vortragsprogramms am Freitag war die technische Keynote des Kernelentwicklers Rik van Riel. Er gab einen Ausblick auf die Entwickler-Version 2.5 des Linux-Kernels und befasste sich intensiv mit dem Problem der Skalierbarkeit.

Auch Aussteller äußerten sich positiv über den bisherigen Verlauf der Veranstaltung. Klaus Kaufmann, Business Development Manager bei HP, sagte, er verzeichne eine steigende Nachfrage von Business-Kunden nach Linux-Lösungen. Nach der Fusion mit Compaq sind auf dem HP-Stand die Linux-Projekte beider Firmen erstmals unter gemeinsamer Flagge zu sehen. Positive Kommentare kamen auch von anderen Firmen, darunter Fujitsu-Siemens und Red Hat.

Insgesamt scheint das Konzept des Community- und Business-Kongresses mit Ausstellung aufzugehen: Insbesondere die ungewöhnliche Mischung von Entwicklern, Vertretern der öffentlichen Hand und Business-Kunden wurde von Ausstellerseite gelobt. Kontrovers diskutiert wird vielfach das Thema United Linux und das Verhältnis zwischen der Linux-Community und den auf der Ausstellung prominent vertretenen Konzernen, immerhin neben HP und FSC weitere Schwergewichte wie IBM und SAP oder die deutsche Software AG. (Daniel Riek)/ (cp)