Treiben – Metalle formen mit Hammer und Punzen

Beim Treiben bringt man mit gezielten Hammerschlägen Bleche in eine neue Form. Die traditionelle Technik ist eine Form des Schmiedens ohne Hitze. So geht’s.

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Lesezeit: 19 Min.
Von
  • Andreas Bochmann
Inhaltsverzeichnis

Das Treiben ist eine Technik des Schmiedehandwerks. Während beim Schmieden ein Werkstück durch Hämmern grundlegend seine Form ändert, also etwa eine runde Eisenstange schrittweise in ein Hufeisen umgewandelt wird, geht es beim Treiben um die Umformung von Blech. Aus einem glatten Blech wird dabei beispielsweise eine Schale oder ein Kessel, aber diese sind weiterhin aus Blech.

In vorindustriellen Zeiten gab es eine Vielzahl von Spezialisierungen des Schmiedehandwerks. Die Berufsbezeichnungen wurden teilweise aus den produzierten Gegenständen abgeleitet, wie beim Hufschmied, häufig aber auch aus dem Metall, das verarbeitet wurde. Das Goldschmiedehandwerk hat sich bis heute gehalten, der Beruf des Kupferschmieds ist hingegen in Vergessenheit geraten.

Nördlich von Flensburg, direkt an der dänischen Grenze, gibt es einen Ort namens Kupfermühle. Im dortigen Museum kann man in die Geschichte des Treibens von Kupfer und Messing eintauchen. Dort wird in einem Video gezeigt, wie Joseph Plunser, der letzte Kupferschmied, einen Kupferkessel für die Käseproduktion fertigt. Nach 33.000 Hammerschlägen mit der Hand ist der Kessel fertig. Danach geht der Meister in den Ruhestand und zurück bleibt ein wehmütiges Gefühl.

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