Bayerische Regierung sieht IT-Branche langfristig als Wachstumsmotor

Trotz der Krise der New Economy hält die bayerische Staatsregierung die neuen Informationstechnologien langfristig für einen Wachstumsmotor.

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  • dpa

Trotz der Krise der New Economy hält die bayerische Staatsregierung die neuen Informationstechnologien langfristig für einen Wachstumsmotor. Die gegenwärtige Phase der Marktkonsolidierung biete die Chance zur Neuorientierung, sagte Staatskanzleichef Erwin Huber (CSU) am Montag zum Auftakt des Internet-Kongresses BayernOnline International in München. In den nächsten sechs Jahren werde die PC-Branche um jährlich neun Prozent wachsen.

Der von der CSU-Staatsregierung organisierte Kongress findet heuer zum fünften Mal statt. Dieses Jahr steht er unter dem Motto "Von Siegern lernen". Vertreter der Informationsbranche diskutieren in Foren und Arbeitskreisen über die Entwicklungsmöglichkeiten der neuen Technologien.

Bei dem zweitägigen Treffen unterzeichnete der Freistaat einen so genannten eGovernment-Pakt mit den kommunalen Spitzenverbänden. Der rasche Ausbau der elektronischen Verwaltung sei ein zentrales Zukunftsprojekt in Bayern, sagten Huber und Innenminister Günther Beckstein (CSU) nach Angaben der Staatskanzlei. Der Freistaat will in den nächsten zwei Jahren insgesamt 69 Millionen Euro "mobilisieren", um die Verwaltung auf die neuen Informationstechnologien umzustellen.

Der Wirtschaftsexperte der Landtags-SPD, Heinz Kaiser, kritisierte den Pakt als "unnötigen Aktionismus". "Nach dem Flop mit dem landesweiten BayNet soll nun ein neuer Versuch gestartet werden", sagte Kaiser. Ziel der elektronischen Verwaltung ist es, künftig Behördengänge wie die Anmeldung eines Wohnsitzes oder die Abgabe der Steuererklärung online erledigen zu können. (dpa) / (jk)