Vom PC zum Heimserver

Viele Techniken führen zum multimedial vernetzten Heim. Auf der e/home präsentiert die Branche in rund zwei Monaten ihre Lösungen und Produkte.

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Von
  • Richard Sietmann

Alles rund ums intelligente Heim präsentiert und diskutiert in diesem Jahr wieder die Kongressmesse e/home, die vom 29. bis 31. August in Berlin stattfindet und zu der jetzt Details bekannt wurden. Ein Schwerpunkt ist die "Home Automation", wo die Haussystemtechnik aus dem Bereich der Büro- und Gewerbebauten zunehmend in Privathäuser und -wohnungen vordringt. Den zweiten Schwerpunkt bilden die "Netzsysteme für Multimedia-Anwendungen", die neben den Steuersignalen zur Fernbedienung von Geräten auch die Audio- und Videostreams bedarfsgerecht im Haus verteilen sollen.

Als Highlight der dreitägigen Veranstaltung, die Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn eröffnen wird, kündigte der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke, vor der Presse die Gemeinschaftspräsentation der 17 an dem Duisburger inHaus-Projekt beteiligten Firmen an. Das Intelligente Haus Duisburg ist ein von der Fraunhofer-Gesellschaft betriebenes Wohnhaus mit angeschlossenem Test- und Entwicklungslabor, in dem Hausgeräte- und Netzwerkhersteller die Vernetzungsfähigkeit und Akzeptanz ihrer Produkte unter realistischen Einsatzbedingungen erproben können.

Die beteiligte T-Systems Nova , eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Telekom, geht sogar noch einen Schritt weiter; vom Netz im Haus zum Haus im Netz: Mit ihrer TeleHome-Plattform will sie über ein Service-Portal die gesamte Haustechnik an das externe Telefonnetz oder Internet anbinden, so dass die Bewohner oder von ihnen beauftragte Dienstleister das Heim aus der Ferne überwachen und einzelne Geräte per Handy oder Webbrowser gegebenenfalls fernsteuern können. Auf der e/home stellt T-Nova diese Remote Access Lösung am Beispiel des inHaus Duisburg vor.

Der Trend geht zur Integration von Haustechnik und Unterhaltungselektronik, doch inwieweit der PC als Heimserver im Private Area Network diese beiden Bereiche vernetzen kann, bleibt angesichts der Vielfalt unterschiedlicher Protokolle und der daraus resultierenden Schnittstellenprobleme nach wie vor spannend - ebenso wie die Frage, ob der Marktdurchbruch eher von der Gruppe experimentierfreudiger PC-Freaks und Heimwerker ausgeht oder von den Anbietern proprietärer Komplettlösungen in der Zusammenarbeit mit dem klassischen Elektrohandwerk. (Richard Sietmann)/ (em)