Medion schielt nach den USA
Der Computer- und Elektronikhersteller legt beim Umsatz im vergangenen Jahr um 30 Prozent zu.
Computer- und Elektronikhersteller Medion bezeichnet sein Geschäftsmodell als erfolgreich. Angesichts der Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres wohl auch zu Recht: Gegenüber dem Vergleichszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2000 erhöhte sich der Umsatz von 1,626 Milliarden Euro um 30,2 Prozent auf 2,117 Milliarden Euro. Dabei machte der Zulieferer von Tchibo und Aldi einen Jahresüberschuss von 70,1 Millionen Euro, 59 Prozent mehr gegenüber den 44,1 Millionen Euro. Angesichts der "stabilen Entwicklung" schlägt die Chefetage eine Dividende von 0,50 Euro pro Aktie vor.
23,6 Prozent seiner Umsätze macht das Unternehmen mittlerweile im Ausland. Im Geschäftsjahr zuvor waren es noch 15,7 Prozent. Durch erste Verkaufsaktionen konnte Medion in den USA zehn Millionen Euro umsetzen. Da dort jeder Haushalt im Schnitt 946 US-Dollar jährlich für Unterhaltungselektronik ausgebe, während es in Europa lediglich 446 US-Dollar seien, liegen die USA im Blickpunkt des Unternehmens, zumal das Gesamtvolumen des dortigen Marktes 100 Milliarden Euro betrage. Auch für das Geschäftsjahr 2002 strebt Medion eine Wachstumsrate von 25 bis 30 Prozent an. (anw)