Warnstreiks bei der Telekom [Update]

Mit Warnstreiks bei der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft ver.di am Montagmorgen den Druck im Tarifstreit verstärkt.

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  • dpa

Mit Warnstreiks bei der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft ver.di am Montagmorgen den Druck im Tarifstreit verstärkt. In Hamburg sind rund 300 Mitarbeiter der Telekom dem Warnstreikaufruf gefolgt. Ab 7 Uhr legten nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers Beschäftigte der Bereiche Service und Netztechnik ihre Arbeit vorübergehend nieder.

Ver.di wolle mit der Aktion Druck auf die Arbeitgeber bei der aktuellen Verhandlungsrunde in Bonn machen. Bisher habe die Telekom nur Forderungen zum geplanten Stellenabbau aber kein Gehaltsangebot vorgelegt, kritisierte der Sprecher. Ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Einkommen.

In München beteiligen sich nach Gewerkschaftsangaben am Vormittag rund 500 Angestellte an den Streikaktionen. Besonders betroffen sind die Entstörungsstellen, die T-Punkt-Läden und die Call-Center. Am Vormittag soll in der Münchner Gaststätte "Augustiner" eine zentrale Kundgebung stattfinden. Unterdessen reisen rund 350 Telekom-Mitarbeiter aus Bayern zu einer Protestaktion nach Bonn. Dort sollten am Montag die Verhandlungen fortgesetzt werden.

In Frankfurt nahmen nach Angaben der Gewerkschaft etwa 400 Telekom-Angestellte aus den Abteilungen Störungsdienst, Vertrieb und Produktion an den Warnstreiks teil. Auch in Hanau und Fulda sei die Arbeit zeitweise nieder gelegt worden, teilte eine Sprecherin von ver.di mit.

Zu Beginn der Verhandlungen am Montag hat die Deutsche Telekom erstmals ein Angebot vorgelegt, sagte Ado Wilhelm von der Gewerkschaft ver.di, in einer Verhandlungspause, ohne Einzelheiten zu nennen. "Es ist ein ganzes Angebotspaket, das wir jetzt in der Kommission erst bewerten müssen", betonte Wilhelm. Ein Telekom-Sprecher bestätigte, dass es ein Angebot gab, äußerte sich zunächst aber ebenfalls nicht zu den Inhalten. (dpa)/ (cp)