Robo-Kicker mit verbesserten Reflexen

Das Team der FU Berlin um Professor Paul Rojas präsentiert mit den FU-Fighters eine verbesserte Version seiner Roboter-Fußballspieler mit schnellerer Reaktionsfähigkeit.

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Von
  • Ekkehard Jänicke

Das Team um Professor Paul Rojas von der FU Berlin präsentiert mit den FU-Fighters eine verbesserte Version seiner Roboter-Fußballspieler mit schnellerer Reaktionsfähigkeit (Halle 11, Stand B14).

Die Roboter verfĂĽgen ĂĽber ein omnidirektionales Vision-System, das aus einer kleinen Farbkamera und einem Spiegel besteht. Mit diesem System kann der Roboter in alle Richtungen gleichzeitig sehen. Die Kamerabilder werden ĂĽber eine Funkverbindung zu einem externen Computer gesendet. Er ermittelt die Position von Ball und gegnerischem Tor und berechnet die Motorik des Roboters.

Ziel des Roboterfußballs ist die Förderung der Künstlichen-Intelligenz-Forschung als Grundlage für die Entwicklung von persönlichen Robotern. Wissenschaftler verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeiten weltweit an Fußball spielenden Robotern, um ihre neuesten Forschungsergebnisse zu demonstrieren.

Die Roboter sind während einer Partie völlig auf sich allein gestellt -- Fernsteuerungen gibt es nicht. Und genau dieses autonome Handeln ist die besondere Herausforderung für die Entwickler. In der Fachwelt entsprechend ernst genommen werden auch die verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerbe, wie etwa die Robocup German Open, die vom 12.-14. April 2002 im Heinz-Nixdorf-MuseumsForum (HNF) in Paderborn ausgetragen wird.

Mehr als 40 Teams aus acht Nationen haben sich für die fünf Ligen angemeldet. Sie kommen aus ganz Europa, aber auch aus dem Iran. Die Small-Size-Liga wird wieder vom Berliner Team organisiert. Im Juni finden dann die Robocup-Weltmeisterschaften in Japan statt. Die FU-Fighters werden dort mit zwei Teams antreten. Zum einen spielen sie wie bisher mit ihren "Omnis" in der Small-Size-Liga, zum anderen werden sie aber auch mit einem Local-Vision-Team in der "großen" Liga antreten. (Ekkehard Jänicke) / (wst)