Gauss Interprise korrigiert Ergebnis nach unten
Das Hamburger Internet-Unternehmen muss seine Zahlen nach unten korrigieren, weil ein leitender Mitarbeiter einen Großauftrag vorgetäuscht haben soll.
Das Hamburger Internet-Unternehmen Gauss Interprise muss seine Zahlen weiter nach unten korrigieren, weil ein leitender Mitarbeiter einen Großauftrag vorgetäuscht haben soll. Das Unternehmen teilt mit, es habe "Fälschungen und Manipulationen eines seiner leitenden Vertriebsmitarbeiter aufgedeckt. Der Fall betrifft den am 19. Februar 2002 ad hoc veröffentlichten Kundengroßauftrag mit einem Gesamtvolumen von 4,3 Millionen Euro für 2001 und 2002". Der Mitarbeiter habe interne Kontrollmechanismen umgangen. Sein Fehlverhalten sei im Rahmen der Jahresabschlußprüfung aufgedeckt worden.
Der unmittelbare Schaden für die Firma sei jedoch gering. Das operative Ergebnis (EBITDA) für das vierte Quartal 2001 falle um 0,7 Millionen Euro geringer aus als bislang angenommen. Anfang Februar hatte Gauss Interprise für das vierte Quartal ein EBITDA von minus 1,5 Millionen Euro veröffentlicht und es überwiegend auf Einmaleffekte zurückgeführt. Damit sei die Gewinnschwelle annähernd erreicht worden. Nun heißt es, die Gewinnschwelle sei zumindest um die fehlenden 0,7 Millionen Euro verfehlt worden.
Für das gesamte Jahr 2002 geht Gauss von einem "deutlich positiven" EBITDA-Ergebnis aus. Gauss Interprise stellt Informationstechnik her, mit der sich die Inhalte von Netzwerken und Internetseiten managen lassen. Das Unternehmen setzt ungefähr 35 Millionen Euro um und beschäftigt 250 Mitarbeiter. (anw)