Vom Arbeitsplatz zur FuĂźball-WM

Laut Nielsen/NetRatings surfen mehr Besucher vom Arbeitsplatz als von zu Hause aus auf die offizielle Internetseite der FuĂźball-Weltmeisterschaft.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Rund 1,86 Millionen einzelne, private Surfer haben zwischen dem 1. Mai und dem 6. Juni die offizielle Internetseite der Fußball-Weltmeisterschaft in Süd-Korea und Japan besucht. Diese Zahl gab jetzt das Marktforschungs-Unternehmen Nielsen/NetRatings bekannt. Gemessen wurde allerdings nur der Verkehr von Besuchern aus insgesamt 17 Ländern. Die FIFA selbst hatte von weltweit insgesamt 165 Millionen Abrufen (Page Impressions) ihrer WM-Seiten in den ersten vier Tagen gesprochen.

In Süd-Korea, einem der Gastgeberländer, besuchten laut Nielsen/NetRatings seit Anfang Mai annähernd 430.000 Menschen über einen privaten Zugang die offizielle Internet-Seite der Fußball-WM. In Europa seien die Briten mit 271.144 privaten Nutzern Spitzenreiter, dicht gefolgt von den Deutschen mit 265.260 Nutzern sowie von Frankreich mit 172.662 privaten Surfern. Obwohl die offizielle World-Cup-Site nicht in italienischer Sprache zur Verfügung steht, besuchten auch 158.219 Italiener dieses Internet-Angebot über einen privaten Zugang.

In den Ländern, in denen Nielsen/NetRatings auch das so genannte @Work-Panel -- ein Tool zur Analyse der Internetnutzung am Arbeitsplatz -- einsetzt, hätten sich mehr als 740.000 Surfer auf diesem Wege über das aktuelle WM-Geschehen informiert. In diesen Ländern hätten mehr Surfer vom Arbeitsplatz als von zu Hause aus die offizielle WM-Seite aufgesucht -- in Großbritannien 343.775 und in Frankreich 271.192 Menschen.

David Day von Nielsen/NetRatings erklärte die ermittelten Zahlen damit, "dass die Menschen das WM-Angebot für mehrere Zwecke nutzen: Zum einen, um die aktuellsten Informationen vor einem Spiel zu erhalten, und zum anderen, um die aktuellen Spielstände beziehungsweise die Spielanalysen nach dem Abpfiff einzusehen. Außerdem bedingt der Zeitpunkt der Spiele, dass viele Informationen während der Arbeitszeit abgerufen werden." Die große Zahl der Surfer, die die offizielle WM-Site vom Arbeitsplatz nutzen, sei ein Indiz dafür, dass bei der aktuellen Fußball-WM das Internet eine unverzichtbare Informationsquelle für berufstätige Menschen darstellt. (pmz)