Siemens will mehr als 10 Prozent Marktanteil bei Handys

Die Handy-Sparte von Siemens wird neuer Trikot-Sponsor von Real Madrid; Siemens will mit den Mobiltelefonen schneller wachsen als der Markt.

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  • dpa

Als Trikotsponsor des Champions-League-Siegers Real Madrid und mit neuen Mobiltelefonen will der Siemens-Konzern in seiner Handy-Sparte in diesem Jahr schneller wachsen als der Markt. Er rechne mit einem leichten Anstieg des weltweiten Handy-Absatzes aller Hersteller auf etwa 400 bis 420 Millionen Stück, sagte der Chef der Mobilfunk-Sparte ICM, Rudi Lamprecht, am Dienstag in Madrid. Siemens wolle seinen Weltmarkt-Anteil von 8,8 Prozent im ersten Quartal kontinuierlich ausbauen. Ein Anstieg auf mehr als 10 Prozent noch im Laufe dieses Jahres sei wünschenswert, könne aber nicht vorhergesagt werden.

Derzeit leiden alle Hersteller unter der Handy-Flaute. Nach Jahren sprunghaften Wachstums zeigte sich 2001 erstmals eine Sättigung auf einigen Märkten. Lamprecht betonte, ICM habe auf seinem rigiden Sparkurs die Marketingausgaben nur unterproportional zurückgefahren. "Wenn die Zeiten schwieriger sind, ist es noch wichtiger, dass die Marke bei den Leuten haften bleibt." Siemens ist mit Beginn der neuen Saison Hauptsponsor von Real Madrid. Den Preis dafür wollte Lamprecht nicht nennen. Beobachter gehen davon aus, dass in jedem Fall ein zweistelliger Millionenbetrag pro Saison fällig wird.

Siemens war im ersten Quartal mit 8,2 Millionen verkauften Handys viertgrößter Hersteller der Welt. Dabei konnte der Konzern den Absatz deutlich steigern, wurde im Ranking aber von Samsung überholt. Lamprecht sagte, der Marktanteil allein sei nicht entscheidend. "Wichtig ist, dass man dabei Geld verdient." Beim Umbau kommt ICM laut Lamprecht gut voran. Der Bereich hatte angekündigt, 4.600 Stellen zu streichen. Davon seien 3.600 bereits weggefallen, sagte Lamprecht. Er gehe im Moment davon aus, dass über die bisherigen Ankündigungen hinaus kein weiterer Arbeitsplatzabbau notwendig ist. Die Branchenlage werde aber wohl bis Ende des Jahres schwierig bleiben. (dpa) / (jk)