Chiphersteller Nanya erhält Großauftrag von Dell
Für 3 Milliarden US-Dollar kauft der US-Computerhersteller beim taiwanischen Halbleiterkonzern unter anderem Speicherchips ein.
Der taiwanische Speicherhersteller Nanya gab bekannt, dass er mit Dell einen Fünfjahresvertrag mit einem Gesamtvolumen von 3 Milliarden US-Dollar geschlossen hat. Das zur Formosa Plastics Group gehörende Unternehmen wird Dell unter anderem mit Speicherchips, Speichermodulen und Leiterplatten beliefern. Die Vereinbarung schließt ausdrücklich auch andere, nicht namentlich genannte Unternehmensteile der Formosa Plastics Group ein. Für Dell dürfte hier vor allem die OEM-Division von FIC interessant sein, die neben Motherboards auch Notebooks produziert.
Neben der Hoffnung, durch das Geschäft mit Dell auch für andere Großabnehmer wie Hewlett-Packard oder Sony interessant zu werden, erhofft sich Nanya eine stabilere Basis für den eigenen DRAM-Verkauf. Bislang, so betont Charles Kau, Executive Vicepresident bei Nanya Technologies, verkaufe man gut 60 Prozent der eigenen Produktion auf dem Spotmarkt, doch dieser mache nur 15 Prozent des gesamten Speichermarkts aus. In Zukunft, so hofft Kau, werde man 70 bis 85 Prozent der Produktion im Rahmen von langfristigen Lieferverträgen verkaufen. Damit wäre Nanya weniger abhängig von dem zum Teil sehr sprunghaften Spotmarkt. Anfang Mai hatte Nanya bereits eine Kooperation mit Infineon im DRAM-Bereich geschlossen, die den Konzern besser auf die Veränderungen in der Chip-Branche einstellen soll. (gs/c't) / (jk)