Aalglatt: 3D-Druck-Resin als Füller für den FDM-Druck

Dekorativer 3D-Druck erfordert gleichsam bei Resin und FDM-Druck viel Nachbearbeitungsaufwand, warum also nicht das Beste aus beiden Welten kombinieren?

vorlesen Druckansicht 21 Kommentare lesen

(Bild: Rune Sjølie, PropsNstuff@Youtube)

Lesezeit: 2 Min.

Rune Sjølie aka PropsNstuff auf Youtube druckt und veredelt hobbymäßig Requisiten (Props) als Fan-Art. Er kombiniert schon lange FDM und Resin-Druck in seinen Projekten. Im neuesten Video erklärt er genau, wie man 3D-Druck-Resin als Füller für FDM-Modelle benutzen kann.

Drucke aus dem FDM-Drucker sind auch in großen Formaten billig, aber die Oberflächenqualität ist durch die Layerstruktur nicht zum direkten Lackieren geeignet. Resin-Drucke sind viel glatter durch die höhere Druckauflösung, aber der beschränkte Bauraum günstiger Drucker ist hier ein Problem.

Videos by heise

Jeder der schon einmal versucht hat, eine Fläche, sei es am Auto oder an 3D-Modellen, perfekt zu lackieren, weiß, wie aufwändig das sein kann. Der Zyklus von Füllen und Schleifen wiederholt sich mehrmals mit verschiedenen Schleifmitteln. Für diesen Vorgang sind also Füller nötig, die sich gut schleifen lassen, aber auch schnell trocknen, da sich sonst die Trocknungszeiten schnell zu Stunden aufaddieren. Also warum nicht etwas benutzen, das in der Werkstatt schon vorhanden ist, 3D-Druck-Resin bleibt flüssig und kann mit einer UV-Lampe blitzschnell gehärtet werden.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Google Ireland Limited) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Natürlich gibt es auch käufliche Produkte mit solchen Eigenschaften, aber diese sind oft unverhältnismäßig teuer, wenn auch in bestimmten Punkten den Selbstbaulösungen überlegen. In seinem Video erklärt PropsNstuff ausführlich, wie und warum er so arbeitet, hier wird schnell klar, warum ein einfaches Übergießen oder Tauchen der Teile nicht funktioniert.

(Bild: Rune Sjølie, PropsNstuff@Youtube)

Für größere Flächen verwendet er dann das im Vergleich recht flüssige 3D-Druck-Resin, das er mit Talkumpuder andickt. Mehrere Schichten, die in einer halben Minute per UV gehärtet werden können, erzielen schon fast eine glänzende Oberfläche, die kaum noch Nacharbeit erfordert. Bei alledem, vor allem dem Umgang mit ungehärteten Resin, müssen natürlich alle Schutzmaßnahmen getroffen werden: Handschuhe und Sauberkeit sind ebenso Pflicht wie eine Atemschutzmaske und eine gute Absaugung.

(caw)