Die Deutschen kauften 2001 weniger Unterhaltungselektronik

Im vergangenen Jahr stagnierte in Deutschland der Absatz von PCs und Peripherie bei 8,1 Milliarden Euro.

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"Hochwertige digitale Produkte besonders gefragt", teilt die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Konsumelektronik (GfU) heute mit. Die Kehrseite der Medaille: Bei Mobiltelefonen, Videorecordern, HiFi- und Portable-Audio-Geräten ist die Nachfrage im vergangenen Jahr schwächer geworden. Der gesamte Bereich Consumer Electronics konnte in Deutschland nur 19,97 Milliarden Euro umsetzen, 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Dabei hatte die Branche noch zur Zeit der IFA mit einem "moderaten Umsatzzuwachs" gerechnet, der aber nach den "Ereignissen in den USA am 11. September" nicht erreicht werden konnte, teilt die GfU mit. Insbesondere das für die Branche sehr bedeutende Weihnachtsgeschäft habe die Hoffnungen nicht erfüllt.

Die einzelnen Marktsegmente einzeln betrachtet, ergibt sich: der PC-Markt inklusive Peripherie konnte das Umsatzniveau des Vorjahres mit 8,1 Milliarden Euro knapp halten. In der klassischen Unterhaltungselektronik sackte der Umsatz um 2,4 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro ein und im Bereich der privaten Telekommunikation wurden mit 2,48 Milliarden Euro 15,5 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. 2001 wurden 9,543 Millionen Handys verkauft, 31 Prozent weniger als im Vorjahr.

Als "Renner" erweisen sich DVD-Player, von denen 1,57 Millionen StĂĽck verkauft werden konnten, 124 Prozent mehr als im Vorjahr. Der klassische Videorecorder wurde 2,65 Millionen Mal verkauft, also 17 Prozent weniger als 2000.

Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der GfU, lieĂź sich nur zu "vorsichtigem Optimismus" verleiten. Im zweiten Halbjahr rechnet er mit einer "merklichen Konjunkturerholung". Im gesamten Jahr werde der Umsatz in der klassischen Unterhaltungselektronik um 0,9 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro steigen. FĂĽr den Bereich der privaten Telekommunikation rechnet Hecker mit einem RĂĽckgang von knapp sechs Prozent und fĂĽr den PC-Bereich mit einem Umsatzplus von etwa einem Prozent, sodass der Gesamtumsatz fĂĽr Konsumelektronik knapp ĂĽber dem Ergebnis des Jahres 2001 liegen soll. (anw)