Schlossherr Kai Krause präsentiert Byteburg II

Der Software-Guru hat in der Burg Hemmersbach bei Köln ein IT-Gründer-Zentrum eröffnet -- die Byteburg II.

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Von
  • Jörg Birkelbach

Das ist also Kai Krauses lange gehegter Plan: Nun hat der Software-Guru in der Burg Hemmersbach bei Köln endlich ein Zentrum für Gründer und Entwickler aus der IT- und Softwarebranche eröffnet -- die Byteburg II. In malerischer Umgebung und mit modernster Technik ausgestattet soll der Ort ideale Bedingungen für das Ausbrüten innovativer Ideen bieten (siehe dazu auch: "Design ist keine Demokratie" -- Softwareguru Kai Krause und seine Zukunftsvisionen in c't 8/2002).

Krause hatte die Idee, aus dem historischen Anwesen ein Hightech-Zentrum für Startups zu machen. Um diese Idee zu verwirklichen, ließ der Spezialist -- gestützt auf ein Netzwerk aus Investoren -- das Gemäuer gemeinsam mit der Byteburg-Betreibergesellschaft erst einmal renovieren und an ein Breitband-Kabel anschließen.

Als neue Herren der Burg stellen sich die Betreiber junge Unternehmen und Entwicklungsteams vor. Ab sofort können rund dreißig Gründer- und Tüftlerteams mit etwa 150 bis 180 Mitarbeitern auf einer Gesamtfläche von 6000 Quadratmetern arbeiten. "Die Byteburg wird ein internationales Zentrum für innovative Entwickler werden. Die Umsetzung des Konzeptes auf Burg Hemmersbach soll neue Impulse in der IT- und Softwareentwicklung auslösen. Profitieren sollen die Entwickler aber nicht nur von der modernen Infrastruktur der Anlage, sondern auch von der besonderen Arbeitsatmosphäre auf der Burg -- weit weg von Großstadtlärm und Alltagshektik", meint Claus Bachem vom Multi Media Support Center in Köln, das als Betreibergesellschaft der Gründerburg fungiert. "Die Byteburg soll den kreativen Nährboden schaffen, Ideen eine Chance zu geben. Sie soll die optimalen Vorbedingungen bieten, in Ruhe nach Innovationen für die nächste Generation zu forschen und diese dann auch zu entwickeln", sagte Kai Krause. Neben Gründer- und Entwicklungsteams haben auch Konzerne die Möglichkeit, Räume zu mieten und ihre Mannschaften für einen bestimmten Zeitraum zwischen dicken Sandsteinmauern in Klausur zu entsenden.

Willkommen auf Burg Hemmersbach sind in erster Linie Vordenker und Entwickler nicht nur aus der IT- und Software-Branche, sondern auch Hardware-, Multimedia- oder Telekommunikationsspezialisten. Um aufgenommen zu werden, wird von den Gründern jedoch kein perfektionierter Businessplan erwartet. Wichtig ist es vor allem, dass eine Vision mit konkretem Realitätsbezug vorhanden ist. Bei der Umsetzung und auf dem Weg zur Marktreife verspricht das Team der Byteburg den jungen Unternehmen tatkräftige Unterstützung. Entsprechend steht im Gründerzentrum vor allem die Unterstützung und weniger die Bereitstellung von Kapital im Vordergrund: Bei ihrer Arbeit erhalten die Gründerteams eine umfassende administrative und technische Beratung sowie ein intensives Coaching in betriebswirtschaftlichen Prozessen durch Experten. (Jörg Birkelbach) / (tol)