Elsa-Gläubiger bleiben wohl auf ihren Forderungen sitzen (Update)
Bereits seit Ende 1999 soll das Unternehmen zahlungsunfähig gewesen sein; die Gläubiger werden ihre 116 Millionen Euro wohl nicht wiedersehen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Auch wenn die Gläubigerbanken die Preisschraube beim Lagerverkauf der Insolvenzmasse der Elsa AG am Ende ein wenig angedreht hatten -- von den insgesamt 116 Millionen Euro Gesamtverbindlichkeiten des zahlungsunfähigen Unternehmens werden die 3.000 Gläubiger nicht viel wiedersehen. Auf einer Gläubigerversammlung hatte Insolvenzverwalter Thomas Georg mitgeteilt, dass es Hinweise darauf gebe, dass Elsa bereits seit Ende 1999, zumindest aber seit Mitte 2001 zahlungsunfähig war. Nun seien nicht einmal genügend Mittel vorhanden, um die so genannten Masseverbindlichkeiten bei Großgläubigern zu bedienen.
Nach einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks hat jetzt die Aachener Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Insolvenzverschleppung aufgenommen. Grundlage seien Anzeigen von Privatleuten, bestätigte Oberstaatsanwalt Robert Deller den Bericht gegenüber dpa. (tol)