Stressfaktor E-Mail

Falscher Umgang mit E-Mail macht elektronische Kommunikation zum Stressfaktor am Arbeitsplatz.

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Weitergeleitete Nachrichten von Kollegen, 1000-fach kopierte Witze und Spam machen E-Mail zum Stressfaktor am Arbeitsplatz. Das IT-Wirtschaftsmagazin CIO warnt vor Beeinträchtigungen der Arbeitseffektivität durch die elektronische Kommunikation. Schuld an den Mail-Massen seien häufig unzureichende Kommunikationsregeln in den Unternehmen. Abhilfe könnten klare Dienstanweisungen für den Umgang mit der elektronischen Post schaffen. Vor allem das sinnlose Weiterleiten per CC überschwemme die Postfächer.

Ralph Siepmann, Technical Architect der IBM-Tochter Lotus Notes, sieht fĂĽr 75 Prozent der E-Mailflut psychologische oder unternehmens-kulturelle Ursachen: Wenn die Mitarbeiter immer das GefĂĽhl haben, sich nach oben absichern zu mĂĽssen, werden sie den Vorgesetzten weiter auf CC setzen und dessen Postfach in ein Datengrab verwandeln.

Neben Dienstanweisungen, die den Gebrauch von E-Mail regeln, können einfache Maßnahmen den Stress mindern. So halten automatische Filter wenigstens einen Teil der unerwünschten Werbung draußen. Arbeitsteams kommunizieren besser über ein Mitteilungsbrett im Intranet als über Rund-Mails. Gut geschulte Mitarbeiter können die Möglichkeiten des Mail-Programms nutzen und beispielsweise Nachrichten durch Filterregeln automatisch in Ordner verteilen. (ad)