Opa beantragt die Rente bald online
Anträge auf Rentenversicherungsleistungen sollen in Deutschland künftig auch elektronisch gestellt werden können.
Anträge auf Rentenversicherungsleistungen sollen in Deutschland bald elektronisch gestellt werden können. Das teilte das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA) am heutigen Mittwoch mit. Die hierfür notwendigen gesetzlichen Regelungen seien schon Anfang des Monats in Kraft getreten. Versicherungsämter und Gemeindebehörden sollen zu diesem Zweck nach und nach einen eingeschränkten Online-Zugriff auf Daten der Versicherungskonten der Rentenversicherungsträger erhalten.
Sachbearbeiter in den Versicherungsämtern könnten dann am PC einzelne in den Versicherungskonten gespeicherte Daten in Online-Anträge übernehmen und diese schließlich auf elektronischem Wege zurück an den zuständigen Rentenversicherungsträger senden. Der Schriftverkehr zwischen Versicherungsämtern und Rentenversicherungsträgern soll dadurch langfristig entfallen.
Vorteile sieht das Arbeitsministerium unter anderem durch "erhebliche Einsparungen bei den Portokosten". Für den Versicherten würde das Online-Verfahren zeitliche Vorteile bringen, da bereits bei der Antragsaufnahme Daten des Versicherten vorlägen. Plausibilitätsprüfungen des Programms "Antrag-Online" erhöhten zudem die Qualität der Daten, sodass Rückfragen der Rentenversicherungsträger minimiert und Bearbeitungszeiten der Anträge verkürzt würden. Wegen hoher datenschutzrechtlicher Auflagen soll die technische Umsetzung der Online-Rentenanträge allerdings erst im Laufe des nächsten Jahres beginnen.
Anfang des Jahres hatte die Bundesversicherungsanstalt fĂĽr Angestellte (BfA) erstmals gemeinsam mit der Deutschen Bank 24 ein Pilotprojekt gestartet, bei dem insgesamt 5000 Bankkunden ihre Daten zur Rentenversicherung ĂĽber das Internet abrufen konnten. Dabei wurden Informationen zum bisherigen Versicherungsverlauf sowie eine Rentenauskunft von der BfA erteilt. (pmz)