Zweifelhafte Qualität bei mobilen Übersetzern
Viele elektronische Wörterbücher für Unterwegs zeigten im c't-Test nur ungenügende Leistungen.
Elektronische Wörterbücher versprechen, im Urlaub die gewünschte Redewendung oder die fehlende Vokabel auf Knopfdruck zu liefern. Doch viele verfügen nur über einen ungenügenden Wortschatz. Zudem erwies sich die Sprachausgabe einiger Geräte im Test in zwei von drei Fällen als unbrauchbar, ergab ein Test, den c't in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht.
Die Palette der mobilen elektronischen Vokabelhelfer reicht vom notizbuchkleinen praktischen Mini für knapp 16 Euro bis zum Allround-Butler mit Sprachausgabe für 419 Euro. Sie wiegen wenig und passen meist in jede Jackentasche. In den meisten Fällen können jedoch die mobilen Helfer der Buchausgabe des Langenscheidt nicht das Wasser reichen resümiert die c't-Redaktion: "Aber die Buchausgabe ist natürlich viel schwerer und unhandlicher, weshalb sich ein Blick auf die elektronischen Geräte trotzdem lohnt."
Immerhin bieten die mobilen Übersetzer neben der reinen Vokabelausgabe beispielsweise auch ausgefeilte Suchfunktionen und Fehlerkorrekturen -- Features, die man bei den gedruckten Wörterbüchern nur schwerlich findet. "Die Qualität dieser Funktionen ist aber sehr unterschiedlich", warnt c't. "Man sollte sich genau überlegen, welche man am ehesten benötigt und dann das entsprechende Gerät dazu heraussuchen."
Die meisten Geräte haben insbesondere im Vokabeltest schlecht abgeschnitten. Nur vier von 14 getesteten Geräten erhielten in dieser Kategorie durchweg gute Noten. Besonders schlecht präsentierten sich auch die Sprachausgabe und die Aussprachkontrolle. "Ein Gerät akzeptierte sogar ein 'please' als richtige Aussprache für 'thanks'", schreibt c't. Wer sich trotz der Schwächen für ein elektronisches Wörterbuch interessiert, sollte beim Kauf auch auf ein gut ausgeleuchtetes Display und eine einfach zu handhabende Tastatur achten.
PDA-Benutzer kommen übrigens mit einem guten PDA-Wörterbuch weitaus preiswerter davon. Auf Redewendungen für die Reise oder Suchfunktionen muss man dann allerdings verzichten.
Den Bericht über die elektronischen Wörterbücher für Unterwegs -- zusammen mit einem Schwerpunkt über den Zugang zu E-Mail und Web im Urlaub -- bringt c't in der Ausgabe 12/2002 (ab Montag, den 3. Juni, im Handel). (jk)