Broschüren für Atom-Notfallschutz im Internet
Das Regierungspräsidium Karlsruhe bietet ab heute auf seiner Homepage Notfallschutz-Broschüren für drei kerntechnische Anlagen zum Download an.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe bietet ab heute auf seiner Homepage Notfallschutz-Broschüren für drei kerntechnische Anlagen zum Download an. In den Broschüren werden Notfallmaßnahmen erklärt, und zwar für den Fall eines kerntechnischen Unfalls im Kernkraftwerk Philippsburg, dem AKW Obrigheim und der im Abbruch befindlichen frühere Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe.
Zu den aufgeführten Informationen zählen auch Angaben über Sammelstellen für den Fall von Evakuierungen sowie Ausgabestellen für Jodtabletten. Gemäß den Vorgaben der deutschen Strahlenschutzverordnung hatten die Kraftwerksbetreiber die Broschüren bereits an jene Haushalte verteilt, die bis zu 10 Kilometer von den Standorten der jeweiligen Anlagen entfernt seien, hieß es.
Mit den jetzt online gestellten Broschüren sind Informationen über Notfallmaßnahmen für drei Atomreaktoren in Deutschland und ein grenznahes AKW online -- seit September 2001 gibt es im Internet eine Notfall-Broschüre des französischen AKW Fessenheim sowie eine Broschüre zum Notfallschutz des Forschungsrekators des Hahn-Meitner-Instituts in Berlin. Umweltschutzgruppen hatten immer wieder kritisiert, dass Informationen über die Notfallpläne für die 19 Atomkraftwerke in Deutschland nicht weit genug verbreitet werden. (wst)