Xerox sieht sich erneut Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt

Erneut haben zahlreiche Mitarbeiter des Kopierer- und Druckerherstellers Xerox das Unternehmen in den USA wegen angeblicher Diskriminierung verklagt.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Erneut haben Angestellte und ehemalige Mitarbeiter des Kopierer- und Druckerherstellers Xerox das Unternehmen in den USA wegen angeblicher Diskriminierung verklagt. Die insgesamt 27 (meist farbigen) Kläger werfen dem (weißen) Xerox-Management vor, nichts gegen das Mobbing gegen Frauen und Farbige am Arbeitsplatz unternommen zu haben.

Rassistische Witze und sexuelle Verunglimpfungen seien an der Tagesordnung gewesen. In zahlreichen Xerox-Niederlassungen sei deswegen ein "feindliches Arbeitsklima" entstanden, heißt es in der Klageschrift. In einem Fall seien im Büro sogar afro-amerikanische Puppen mit Schlingen um den Hals aufgehängt worden. Wer sich bei seinen Vorgesetzten über das Fehlverhalten der Kollegen beschwert habe, sei selbst Opfer "systematischer Vergeltungsmaßnahmen" geworden, führten die Anwälte der Betroffenen aus.

Im vergangenen Jahr hatten 25 Xerox-Angestellte aus Houston und New York ähnlich lautende Klagen bei den zuständigen Gerichten eingereicht. Ein Urteil steht allerdings noch aus. Xerox-Sprecherin Christa Carone distanzierte sich unterdessen von den Vorwürfen. "Xerox weist jede Beteiligung an einer systematischen Diskriminierung von Mitarbeitern entschieden zurück". Man werde der Sache aber nachgehen und wenn nötig entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Xerox hatte im vergangenen Jahr Einsparungen in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar und die Streichung von insgesamt 13.600 Stellen vorgenommen. Bei einem Umsatz von 16,5 Milliarden US-Dollar musste der Konzern 2001 einen Verlust von 293 Millionen US-Dollar verkraften. (pmz)