Infineon kauft Halbleiter-Sparte von Ericsson
Mit der Übernahme der Ericsson Microelectronics stärkt Infineon seine Position bei Kommunikationschips und wird wichtiger Zulieferer von Ericsson.
Der Chip-Hersteller Infineon kauft die Halbleiter-Sparte von Ericsson. Der Kaufpreis beträgt rund 400 Millionen Euro, teilte Infineon am heutigen Mittwoch mit; das Geschäft soll durch einen Aktientausch über die Bühne gehen. Ericsson Microelectronics -- zuletzt konnte die Sparte des schwedischen Konzerns einen Umsatz von etwa 190 Millionen Euro verbuchen -- stellt Chips für Telefonnetze und Mobiltelefone her. Am Freitag bereits hatten die beiden Konzerne Verhandlungen über eine Übernahme oder eine Kooperation bestätigt.
Infineon kauft sich mit der Übernahme wichtiges Know-how für den Kommunikationsmarkt ein, über den der Aufschwung kommen soll. Zudem gewinnt man nicht nur den Handy-Hersteller Sony Ericsson als Kunden -- beide Unternehmen bezeichnen Infineon bei der Bekanntgabe des Deals bereits als "strategischen Lieferanten wichtiger Komponenten" für Ericsson. Die strategische Partnerschaft, die mit der Übernahme der Mikroelektronik-Sparte verbunden ist, werde das Kommunikationsgeschäft von Infineon deutlich stärken, kommentierte Firmen-Chef Ulrich Schumacher. (jk)