VoiceStream soll zum Wachstumstreiber fĂĽr T-Mobile werden
Die Mobilfunktochter der Telekom will im laufenden Geschäftsjahr weltweit 2,2 Millionen neue Kunden gewinnen; der Umsatz soll um 30 Prozent wachsen.
Die Mobilfunktochter der Telekom will im laufenden Geschäftsjahr weltweit 2,2 Millionen neue Kunden gewinnen; der Umsatz soll um 30 Prozent wachsen -- und damit weniger als noch im ersten Quartal des laufenden Jahres (66 Prozent) und auch als im Gesamtjahr 2001, als T-Mobile ein Umsatzplus von 41 Prozent verbuchte. Das Wachstum werde hauptsächlich von der US-Tochter VoiceStream kommen, sagte der Vorstandsvorsitzende der T-Mobile International AG, Kai-Uwe Ricke. Bis zum Ende des 1. Quartals hatte T-Mobile die Teilnehmerzahlen bei den Mehrheitsbeteiligungen auf 46,3 Millionen gesteigert. Den starken Zuwachs von 45 Prozent führte der Vorstand vor allem auf die erstmalige Berücksichtigung der Zahlen von VoiceStream zurück. Die Deutsche Telekom hatte den US- Betreiber vor knapp einem Jahr gekauft.
"T-Mobile ist das am schnellsten wachsende Mobilfunkunternehmen weltweit", betonte Ricke. Bereits in den ersten drei Monaten seien auf Voicestream drei Viertel der Neukunden entfallen. Nicht konkret äußern wollte sich Ricke unterdessen zu Übernahmespekulationen auf dem US-Markt. VoiceStream ist derzeit mit 7,5 Millionen Kunden die Nummer sechs unter den Anbietern. "Wir sind nicht dabei, VoiceStream zu verkaufen", sagte Ricke.
Mit 23 Millionen Kunden Ende März bleibt T-Mobile Deutschland die größte und mit einer Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 40 Prozent neben T-Mobile Tschechien auch die ertragreichste Mobilfunktochter. T-Mobile Deutschland konnte die Kundenzahl gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahrs um 2,2 Millionen steigern.
Im ersten Quartal lag das EBITDA der T-Mobile International insgesamt bei 1,2 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um mehr als 66 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro, davon machen VoiceStream und T-Mobile Tschechien 1,5 Milliarden Euro aus.
In Deutschland werde mit Nachdruck die mobile Datenkommunikation vorangetrieben, kündigte Europa-Chef René Obermann an. Im ersten Quartal sei auf diesen Bereich (hauptsächlich SMS-Dienst) bereits ein Umsatzanteil von 14 Prozent entfallen; 2001 waren es noch 11 Prozent. Einen konkreten Starttermin für den mobilen Multimedia-Dienst MMS, dem Nachfolger von SMS, wollte Obermann nicht nennen. Vor einer Woche war der Hauptkonkurrent Vodafone als erster Anbieter mit dem SMS-Nachfolger an den Start gegangen. (jk)