Mobiler Notruf für kranke Menschen (Update)

Der Malteser Hilfsdienst bietet ein Handy an, mit dem Menschen in gesundheitlicher Not schnell ärztliche Hilfe rufen können.

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Von
  • Murat Özkilic

Für alte und kranke Menschen, die schnelle ärztliche Hilfe in Notfällen brauchen, bietet der Malteser Hilfsdienst zusammen mit einem Dienstleister ein Handy mit Notruffunktion und Satellitenortung an. Das Gerät erlaube zum Beispiel Herzinfarktpatienten mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis deutlich mehr Mobilität, weil der Standort des Anrufers auf wenige Meter genau geortet und automatisch ein Gespräch mit dem Patienten hergestellt werde, sagte der Malteser-Projektleiter am Freitag bei der Vorstellung in Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus-Kreis). Das Angebot sei bundesweit bisher einmalig und soll zunächst im Großraum Frankfurt und in Teilen von Rheinland-Pfalz getestet werden.

Die bisher gängigen Notruf-Sender für gefährdete Menschen senden zwar ein Signal, erlauben aber keine Kommunikation. Für die Testphase setzt der Malteser Hilfsdienst seine Zentrale in Oestrich-Winkel ein. Bei Anrufen werden von dort die am jeweiligen Ort zuständigen Rettungsleitstellen sowie Angehörige informiert. Für das Angebot arbeitet der Malteser Hilfsdienst mit dem Kölner Kommunikationsdienstleister LiftaCom zusammen.

Interessenten müssen für 499 Euro ein Handy mit spezieller Notruf-Funktion einschließlich Vertrag erwerben. Mobilfunkpartner sei die Telekom, sagte eine Sprecherin. Der Malteser Hilfsdienst verlangt für den Service eine Gebühr von 28 Euro monatlich. Nähere Informationen zu dem Angebot gibt es unter der Telefonnummer 0 18 05/25 12 25. (dpa) /

Nachtrag vom 9. September 2002: Der Malteser Hilfsdienst e.V. und die Malteser Hilfsdienst GmbH haben ihre Darstellung, es handele sich um das bundesweit erste Produkt dieser Art, unterdessen zurückgenommen. Tatsächlich hatte die Firma Vitaphone bereits im Jahr 2001 ein ähnliches Produkt vorgestellt. (mur)