Domain-Posse um bayerischer-landtag.de
FĂĽr den bald anstehenden bayerischen Landtagswahlkampf wollte sich ein CSU-Mitglied die Domain bayerischer-landtag.de reservieren.
Für den bald anstehenden bayerischen Landtagswahlkampf wollte sich ein CSU-Mitglied die Domain bayerischer-landtag.de reservieren, um darauf Inhalte und Köpfe seiner Partei zu präsentieren. Bereits fünf Tage nach der Anmeldung bekam Gerhard Hackmann ein Schreiben des Landtags, in dem er dazu aufgefordert wurde "die Nutzung des Namens des Bayerischen Landtags in der von Ihnen gewählten Form sowie in allen ähnlichen, auf den Bayerischen Landtag hinweisenden Formen sofort einzustellen". Eine Redakteurin der Süddeutschen Zeitung hatte tags zuvor zufällig entdeckt, wem die Domain gehört, den Landtag informiert und eine Meldung im Lokalteil der SZ veröffentlicht.
Hackmann hat dem Justiziar des Landtags mittlerweile angeboten, dass dieser die Domain übernehmen könnte, aber dieser hatte offensichtlich kein Interesse. Eine Oberregierungsrätin antwortete Hackmann per E-Mail, man habe "nichts hinzuzufügen". Man werde "insbesondere die betroffene Domain nicht übernehmen". In zwei Wochen wird die Domain also wieder frei sein, und das Spielchen könnte von vorne losgehen.
Die Landtagsverwaltung nimmt es mit der Internet-Recherche offenbar nicht so genau: "Aus Jux", wie er gegenĂĽber heise online mitteilte, hat der Filmproduzent Marco Kreuzpaintner bereits vor geraumer Zeit die Domain bayerischerlandtag.de registieren lassen, ist aber bis heute nie zur Unterlassung aufgefordert worden. Am Anfang dieser Woche hat er die Domain wieder freigegeben, sie sollte also bald wieder verfĂĽgbar sein. (hob)